Camcorder: Camcorder im Test - JVC und Canon an der Spitze

camcorder-mit-hd-im-testDie Redakteure der Zeitschrift ''Audio Video Foto Bild'' haben sechs Camcorder unter die Lupe genommen, die in High Definition Qualität filmen. Dabei sollten die ausgewählten Modelle nicht allzu viel kosten. In die Wertung spielte nicht nur die Bildqualität, sondern auch die Ausstattung des jeweiligen Testkandidaten hinein. Deswegen hat der sehr gut ausgestattete JVC Everio GZ-HD300 den Testsieg errungen, während der Canon Legria HF200 nur den zweiten Platz erreichte, obwohl er die bessere Bildqualität bot.

Der Canon Legria HF200 produzierte die ''knackigsten Videos im Test'', so der Redakteur. Sie zeigten sehr viele Details und der Bildstabilisator funktionierte sehr gut. Zudem weist der HF200 ein Objektiv auf, das den größten Weitwinkel im gesamten Test bieten konnte. Auch die zahlreichen Aufnahmeprogramme und die Gesichtserkennung wurden von den Testern honoriert. Da der Camcorder jedoch nur auf Speicherkarte aufnimmt und keine Festplatte oder internen Speicher aufweist, nahm ihm JVC den Testsieg ab.

Der JVC Everio GZ-HD300 stellte bei hellem Licht in der Umgebung ''recht scharfe'' Aufnahmen her, die dazu noch wenig Bildrauschen aufwiesen. Auch die Farben wurden naturgetreu wiedergegeben. Videos, die bei Kunstlicht aufgenommen wurden, waren allerdings ''etwas dunkel'' und ließen Bildrauschen erkennen. Auch die Schärfe hätte unter diesen Bedingungen besser ausfallen können. Wenig gefiel den Testredakteuren auch die Bedienung des Camcorders über die sogenannte 'Laser-Touch'-Leiste, die sich neben dem Display befindet. Die Bedienung war mit ihr das reinste ''Geduldsspiel'', denn mit der Leiste konnte nur sehr ungenau durch das Menü navigiert werden.

Zum Preis-Leistungssieger wurde der Toshiba Camileo H20 gekürt, der nur um die 250 Euro kostet. Allerdings schafft der Camcorder keine Full High Definition Auflösung, sondern löst nur in 1440 x 1080 Pixel (Vollbild) auf. Wenn der Camcorder filmte, ohne bewegt zu werden, wirkten die Aufnahmen relativ detailliert. Doch bei bewegten Bildern – und die sind ja der Zweck einer jeden Videokamera – wurden die Details nur noch recht undeutlich wiedergegeben und es trat Bildrauschen auf. Abstriche müssen auch bei der Ausstattung des H20 gemacht werden: Es gibt keinen echten Weitwinkel und der Zoom vergrößert nur um das 5fache. Außerdem stehen nur wenige Motivprogramme zur Verfügung und manuelle Einstellungen oder Gesichtserkennung fehlen. Dafür spendiert Toshiba als einziger Hersteller im Test ein passendes HDMI-Kabel.

Hier finden Sie alle sechs Camcorder in einer Übersicht mit den Testergebnissen. Sie können sich auch hier für zwei Euro die gesamte Zeitschrift herunterladen.

Autor: Anne K.