Camcorder: Camcorder im Test - Alle Modelle nur befriedigend

camcorder-im-testIm Frühjahr 2009 sind viele neue kompakte Camcorder auf den Markt gekommen. Auffällig ist besonders ihre Farbgebung – doch taugen die bunten Videokameras auch was? Das hat sich die Zeitschrift ''Videoaktiv Digital'' gefragt und vier Modelle, die auf Speicherkarte aufnehmen, getestet. Die Camcorder glänzten mit neuen Funktionen, wiesen jedoch auch Schwachstellen auf. Insgesamt konnten sie alle nur die Testnote ''befriedigend'' erreichen.

Der Canon Legria FS200 erhielt insgesamt die meisten Testpunkte und die Bildqualität entsprach in etwa seinem Vorgänger. Die Farben fielen den Testredakteuren etwas zu blass aus. Die Schärfe war ''in Ordnung'', doch feine Details wurden teilweise zu flächig wiedergegeben. Die Messung des Bildrauschens erbrachte gute Ergebnisse; selbst bei wenig Licht in der Umgebung. Dafür produzierte der Camcorder unter diesen Bedingungen starke Artefakte, wenn die Kamera bewegt wurde. Der Canon zeigte im Allgemeinen einen guten Klang, der jedoch von Eigengeräuschen und einem dezenten Rauschen gestört wurde.

Der Zweitbeste im Test war der Panasonic SDR-H80. Besonders positiv fiel auf, dass der Camcorder keine künstliche Kantenaufsteilung benutzte. Dafür wirkte das Bild jedoch etwas soft. Auf Grund des geringen Bildrauschens ergab sich aber dennoch ein ''harmonischer Bildeindruck''. Auch der Klang der Tonaufnahmen konnte überzeugen: Die Tester hörten kaum Eigengeräusche. Beinahe ebenso gut war der Panasonic SDR-S26. Bei wenig Umgebungslicht produzierte er jedoch das dunkelste Bild. Bei Schwenks zeigten sich zwar keine Artefakte, dafür jedoch Verwischungen. Auch dieser Camcorder nutzt keine Kantenaufsteilung, was zu einem harmonischen Bildeindruck führt. Die Qualität der Tonaufnahme war genauso gut wie die des H80.

Am schlechtesten schnitt der JVC GZ-MS90 im Test ab. Das Bild war zwar sehr scharf, doch das gelingt dem MS90 nur mit künstlicher Kantenaufsteilung. Im Innenraum produzierte der Camcorder etwas zu warme Farben. Der automatische Weißabgleich agierte unsicher, doch eine manuelle Korrektur ist möglich. Bei wenig Licht in der Umgebung zeigte der MS90 zwar das hellste Bild, doch das Bildrauschen war ausgeprägter als bei der Konkurrenz. Auf den Tonspur machte sich zudem ein ''hochfrequentes Sirren'' bemerkbar.

Hier finden Sie alle vier Camcorder in einer Übersicht mit den Testergebnissen.

Autor: Anne K.