4K-Camcorder: Für hochaufgelöste Videos

4K - Was heißt das?
Die Auflösung eines Fernsehers beziehungsweise einer Kamera wird durch die Anzahl der Spalten und damit der Breite sowie der Zeilen (Höhe) angegeben. Ein Film in Full-HD-Qualität hat 1.920 mal 1.080 Bildpunkte, kurz 1.080i oder 1080p, je nach dem, ob mit Halb- oder Vollbilden gearbeitet wird. Bei 4k liegt der horizontale Wert bei etwa 4.000 und der vertikale Wert um die 2.000. Daher wird das Format auch mit 4K2K angegeben. Auch Auflösungen von 3.840 x 2.160 oder 3.612 x 1.952 zählen zur 4k-Auflösung, weil sie den groben Wert von 4.000 x 2.000 recht nah kommen.

Prosumer-Camcorder Canon Legria GX10 Der Legria GX10 von Canon ist sowohl für ambitionierte Hobbyisten (Prosumer) als auch Profis interessant. (Bildquelle: Canon)

Welche Vorteile bringt 4k?Wenn Sie Filme in 4k aufnehmen können, haben Sie neben den extrem scharfen Bildern mehrere Vorteile. Wenn Sie mit einem Full-HD-Camcorder Zeitlupenaufnahmen anfertigen wollen, so ist das mit einer Erhöhung der Bildrate auf Kosten der Auflösung möglich. Sie drehen beispielsweise in HD mit 120 Bildern in der Sekunde. Bei einem 4k-Camcorder können Sie die Zeitlupenaufnahmen jedoch nur in Full-HD vornehmen. Ebenso kommt die 4k-Auflösung 3D-Inhalten zugute. Beim Polarisationsverfahren halbiert sich die vertikale Auflösung der Inhalte, da das eine Auge die erste Bildzeile und das andere die darauffolgende Bildzeile und so weiter gezeigt bekommt. Mit 4k-Inhalten ist somit eine Full-HD-Auflösung in 3D gewährleistet.

GoPro-Action-Cam Hero7 Silver Auch bei Action-Cams wie der GoPro Hero7 Silver gehören 4K Videos mittlerweile zum Standard. (Bildquelle: GoPro)

Welche Geräte sind bereits auf dem Markt?Unter den professionellen Filmkameras bietet Canon mit seiner Cinema EOS C300 eine 4K-Profikamera an, die ohne Objektiv für rund 11.000 Euro veranschlagt ist. Im Consumer-Bereich gibt es mittlerweile auch bezahlbare Modelle. Jedoch sollten Sie sich das Datenblatt der Videokamera genau anschauen. Werden die 4k-Aufnahmen beispielsweise mit nur 15 Bildern in der Sekunde vorgenommen, ist das Bild ruckelig - dies kommt vor allem bei günstigeren Action-Cams vor. Hier werden Sie schnell auf Full-HD zurückgreifen wollen. Daher sollten Sie darauf achten, dass die 4K-Aufnahmen mit mindestens 25, besser 30 Bildern in der Sekunde gemacht werden. Sony ist mit dem FDR-AX100E wohl der Sprung in den Consumer-Bereich gelungen. Der Handheld-Camcorder ist für rund 1.700 Euro zu haben. Im Actioncam-Bereich führt GoPro das Feld mit der Hero7 Black an.
Aber auch digitale Fotokameras unterstützen immer häufiger 4K-Auflösung und sind dabei deutlich günstiger als 4K-Camcorder. Ein Vertreter für unter 300 Euro ist die Panasonic FZ82, die neben der hohen Video-Auflösung einen sehr großen optische zoom bietet. Insbesondere bei professionellen Anwendern beliebt sind spiegellose Systemkameras mit ausgefeilten Video-Features.

Die 4K-Camcorder mit dem größten optischen Zoom

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Sony PXW-Z190 Gut(1,9)
2 Panasonic HC-VX11 Gut(1,9)
3 Panasonic HC-VXF11 Gut(2,3)

Autor: Marie M.