Outdoor-Digitalkameras: Eigenschaften einer Outdoorkamera

wasserfeste Kompakte Pentax WG-3 GPS

Viele Kamerahersteller haben inzwischen Fotoapparate im Programm, die robuster als vergleichbare Geräte ihrer Klasse sind und sich je nach Zweck als kratz-, stoß- oder wasserfest bezeichnen. Die sogenannten Outdoor-Kameras sind für den Außeneinsatz gebaut und erfreuen durch eben diese Eigenschaften den radsport-, kletter- oder tauchbegeisterten Fotografen.

Eigenschaften der speziellen Kameras

Die meisten Outdoorkameras zeichnen sich dadurch aus, dass sie
- klein, leicht, kompakt, aber robust sind,
- einen Sturz aus einer Höhe von zwei Metern im angeschalteten Zustand verkraften,
- kaum anfällig für Kratzer oder Schrammen sind,
- ihre Funktionsfähigkeit bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturen garantieren,
- auch Bilder bei hoher Luftfeuchtigkeit gewährleisten oder
- wasserfest oft bis zu 10 Metern sind.

Panasonic Lumix DMC-FT5EG9 Panasonic Lumix DMC-FT5EG9

Weitere Anforderungen

Je nachdem welchen Zweck die Kamera erfüllen soll, müssen weitere Qualitäten gewährleistet werden. Ein Kletterer möchte und kann die Kamera nur mit einer Hand auslösen, ein Skifahrer benötigt große Knöpfe, damit er seine Handschuhe anlassen kann. Gegebenenfalls nimmt man ein oder zwei Ersatzakkus mit. Manche Kameras sind nur von zwei bis fünf Meter wasserfest. Wer einfach nur im Regen fotografieren will, ist damit gut bedient. Mit anderen Outdoor-Apparaten kann man sogar bis zu 50 Meter tauchen. Da bei Unterwasseraufnahmen wenig Licht herrscht, ist es in diesen Fällen gut, wenn die Kamera rauscharme ISO-Werte und ein lichtstarkes Objektiv aufzuweisen hat. Das schlägt sich allerdings massiv auf den Preis nieder. Da Wasser das Licht anders bricht als Luft sollte die Kamera für Tauchtouren eine Weitwinkeloptik um die 28 Millimeter haben. Die meisten Outdoor-Kameras glänzen nämlich nicht gerade mit einer guten Lichtstärke. Will man bei starker Kälte fotografieren, sollte die Leistung des Akkus sehr hoch sein. Mittlerweile gibt es Modelle, die ein Höhenmesser, Kompass, GPS oder einen 3D-Modus besitzen. Hier ist zu überlegen, welche Feature man tatsächlich benötigt.

Universell einsetzbar

Nicht nur Sportler können die Kamera verwenden. Besonders praktisch ist auch der Einsatz der Kamera während des Strandurlaubs. Sand wird nicht mehr so schnell eindringen können und gegebenenfalls die Mechanik blockieren, Wassertropfen können während der Bootstour ruhig auf das Gehäuse fallen und Gummi schützt den Body.

Konkurrenz durch Action-Cams

Mittlerweile bekommen Outdoorkameras immer stärkere Konkurrenz durch sogenannte Action-Cams. Dabei handelt es sich um sehr kompakte Camcorder, die mit zahlreichen Befestigungsmöglichkeiten an der Kleidung oder dem Sportgerät angebracht werden. Sie kommen zumeist mit einem wasserdichten Gehäuse. Action-Cams sind zwar weitgehend für Videos ausgelegt, bieten zunemend aber auch höhere Foto-Auflösungen. Für viele Action-Cam-Nutzer wird eine Outdoor-Fotokamera somit überflüssig.

Autor: Marie M.