Full-HD-Kameras: Full-HD bedeutet nicht unbedingt beste Filmqualität

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Digitalkameras filmen mittlerweile kaum noch in HD-Qualität, sondern nehmen das Video mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Selbst recht kostengünstige Kompaktkameras bieten bereits Full High Definition an, allerdings sagt die volle Hochauflösung nicht unbedingt etwas über die Qualität des Films aus, denn auch die Größe der Pixel oder die Anzahl der Bilder pro Sekunde sind entscheidend.

Kompaktkameras

Während früher der Fotoapparat Bilder schoss und die Videokamera für das Filmen zuständig war, verwischen sich heute zunehmend die Grenzen. Schon einfache Kompaktkameras bieten daher die Möglichkeit, Videos in Full-HD-Qualität aufzunehmen und das bereits für wenig Geld. Allerdings ist die Aufnahmedauer bei kompakten Digitalkameras noch auf wenige Minuten begrenzt. Auch sollte man sich vorher über die Bildrate erkundigen. Ein Full-HD-Video mit nur 15 Bildern in der Sekunde wirkt alles andere als fließend. Die Aufnahmen sollten mit mindestens 25 Vollbildern oder 50 Halbbildern in der Sekunde gemacht werden. Außerdem sollte man vor dem Kauf überprüfen, ob es während der Videoaufnahme möglich ist, den optischen Zoom zu verwenden. Viele Kompaktkameras stoßen an dieser Stelle nämlich an ihre Grenzen.

DSLRs

Für längere und flüssigere Videoaufnahmen sollte man sich für eine Spiegelreflexkamera entscheiden. Zudem kann man davon ausgehen, dass die Qualität insgesamt eine bessere ist. So stehen für die Aufnahmen ein größerer Sensor zur Verfügung, was sich in der Regel vorteilhaft auf Bilddetails oder Innenraumaufnahmen auswirkt. Außerdem sind die Aufnahmen mit der Spiegelreflexkamera bekannt dafür, dass das Hauptmotiv sich durch eine exzellente Schärfe vom unscharfen Hintergrund abhebt. Auch die Möglichkeit, die Objektive zu wechseln oder diverse Filter zu verwenden, lassen vor allem die Herzen kreativer Filmer höher schlagen. So verwundert es nicht, dass DSLRs mit Vollformatsensor auch bei der professionellen Filmproduktion zum Einsatz kommen. Nachteilig ist allerdings, dass man große Speicherkarten benötigt, da der Film weniger komprimiert abgespeichert wird. Auch der Autofokus kommt aufgrund der Bauweise nicht so zum Einsatz wie es wünschenswert wäre.

Spiegellose Systemkameras

Im Gegensatz zu einer DSLR sind die spiegellosen Systemkameras kleiner und leichter. Außerdem kann der Autofokus aufgrund der anderen Technologie auch während der Videoaufnahme verwendet werden, so dass ein oftmals geräuscharmes Nachregeln der Schärfe kein Problem darstellt. Aufgrund des größeren Sensors im Vergleich zu den Kompaktkameras eignet sich eine spiegellose Systemkamera sehr gut für Innenraumaufnahmen. So werden Partyszenen und Familienfeiern mit bedeutend weniger Bildrauschen aufgenommen.

Obwohl alle Kameratypen Full-HD-Videoaufnahmen anbieten, gibt es doch große Unterschiede. So bedeutet die Fähigkeit Aufnahmen mit 1.080p vorzunehmen nicht automatisch eine bessere Videoqualität. Ist der Sensor zu klein, kann es vor allem bei Innenraumaufnahmen schnell zu Bildrauschen oder Artefakten kommen. Über den Unterschied zwischen SD, HD und Full HD sowie Ultra-HD informiert der Ratgeber: „Immer hochauflösendere Filme möglich“.

Autor: Marie M.