Digitalkameras: Systemkameras im Vergleich

dsr-kameras-im-testDie Redakteure der Zeitschrift ''Photographie'' haben drei digitale Spiegelreflexkameras der Mittelklasse miteinander verglichen. Die drei Testkandidaten, die Canon EOS 500D, die Nikon D5000 und die Olympus E-620 wurden auch schon in anderen Tests zusammen geführt. Alle Kameras bieten hervorragende Leistungen und unterscheiden sich in den Details – auch ein Grund dafür, warum derselbe Testaufbau zu unterschiedlichen Testsiegern führt. In diesem Fall steht nun die Nikon auf der höchsten Stufe des Siegertreppchens.

Alle drei Kameras bieten wirklich viel Qualität für vergleichsweise wenig Geld. Daher lohnt es sich für den einen oder anderen, sein Geld nicht in der Ober- oder Profiklasse der digitalen Spiegelreflexkameras zu investieren – so bleibt mehr Geld für die Anschaffung hochwertiger Objektive. Die Nikon D5000 besitzt von allen drei Testkandidaten den größten Sensor, was für einige Vorteile sorgt, auch wenn die Kamera eine weniger hohe Auflösung als die zweit platzierte Canon aufweist (12 und 15 Megapixel). Die Nikon produzierte Bilder, die etwas schärfer waren als die der Canon. Die Schärfe blieb bis zu einer Empfindlichkeit von ISO 1600 hoch und fiel erst danach ab. Doch selbst Bilder, die mit ISO 6400 aufgenommen wurden, waren durchaus noch akzeptabel und zeigten vor allem kaum Artefakte. Die Canon EOS 500D hingegen stellte Fotos her, die sogar schon bei ISO 100 leicht weich gezeichnet an Kanten mit hohen Kontrastunterschieden wirkten – die interne Bildverarbeitung greift offensichtlich sehr stark ein. Dennoch verleihe die leichte Unschärfe der Kanten den Fotos ein angenehmes Aussehen, so die Einschätzung des Testredakteurs. Die Unschärfe verstärkte sich bei ansteigenden Empfindlichkeiten noch weiter. Auch zarte Strukturen wurden dann nicht mehr abgebildet. Dafür hielt sich das Bildrauschen auch bei einer Empfindlichkeit von ISO 800 stark zurück. Bei ISO 1600 wurde es allerdings in einfarbigen Flächen deutlich sichtbar. Bei ISO 12.800 hat die starke kamerainterne Bearbeitung ihre Vorzüge: In Bildern mit mittlerem Kontrast trat ''kaum Farbgestöber von Artefakten'' auf, so der Tester. Die Canon-Kamera weist gegenüber der Nikon auch Vorteile auf: Ihr Autofokus stellte schneller scharf – vor allem bei wenig Umgebungslicht. Zudem ließ sie sich etwas einfacher handhaben, weil die Menüstrukturen und Bedienelemente übersichtlicher aufgebaut sind.
Die Olympus E-620 punktete wieder einmal vor allem mit ihrer kompakten Größe und ihrer Handlichkeit. Ansonsten rauschte sie deutlich mehr als die anderen beiden Modelle. Im Vergleich zu Vorgängermodellen von Olympus habe sich das Bildrauschen jedoch deutlich verbessert.

Sie möchten die Tests vergleichen, die sich mit denselben Kameramodellen beschäftigt haben? Dann finden Sie hier einen Test, der alle drei Kameras vergleicht und hier einen, der nur Canon und Nikon gegeneinander antreten lässt.

Autor: Anne K.