Digitalkameras: Kamerahersteller im Test - Nikon geht mit Bildrauschen am besten um

spiegelreflexkameras-im-testHaben Sie auch manchmal das Gefühl, auf dem Kameramarkt die Übersicht zu verlieren, da zu viele Modelle mit teilweise großen Ähnlichkeiten sich gegenseitig in der Sonne stehen? Die Zeitschrift ''Foto Hits'' schafft Abhilfe mit einer besonderen Übersicht: Sie zeigt 14 digitale Spiegelreflexmodelle, die sich jeweils durch Besonderheiten auszeichnen. Zudem werden die großen Hersteller aufgeführt und ihre spezifischen Qualitäten beschrieben. Nikon gilt beispielsweise als besonders befähigt, das lästige Sensorrauschen in den Griff zu bekommen.

Und das, so lautet die Bewertung der Testredakteure, ohne dafür die Bilder allzu sehr künstlich nachzuglätten. Dadurch bleiben mehr Details in den Aufnahmen erhalten und die Fotos können besser im Nachhinein bearbeitet werden. Vor allem das Farbrauschen sollen Nikonkameras besser aus den Bildern herausrechnen können als Canon und andere renommierte Hersteller. Zudem ist Nikon generell dafür bekannt, einen besonders sicheren Autofokus entwickelt zu haben. Bei der Nikon D60 und D40 soll der Autofokus zudem sehr schnell sein. Ein Schwachpunkt von Nikon ist allerdings der Spiegelvorauslöser. Er kann ''nicht vernünftig'' mit einem Selbstauslöser kombiniert werden, so die Testredakteure. ''Richtig auftrumpfen'' kann Nikon erst mit Modellen, die mehr als 900 Euro kosten, wie der Nikon D90.

Canon zeigte hingegen ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis im Amateurbereich. Auch die Spiegelvorauslösung ist bei Canon ''brauchbar'' und kann mit dem Selbstauslöser verknüpft werden. Gefallen hat den Testredakteuren der Leise-Modus der Kamera. Die Menüführung der Kameras ist sehr übersichtlich und die Lupenfunktion des Live Views präzisiert das Fokussieren enorm. Der Autofokus ist ohnehin schneller als bei Nikon. Der Bildstabilisation sei die ''zuverlässigste'', die es derzeit auf dem Kameramarkt gibt. Zudem bietet Canon eine besonders reiche Palette an Wechselobjektiven. Gelobt wurde auch die Software ''Digital Photo Professional'', die allen EOS-Modellen beiliegt: Sie kann die Verzeichnungen sämtlicher Canon-Objektive korrigieren und mache das Format RAW sogar für Fotoamateure attraktiv.

Olympus fiel im Test durch die besonders ungewöhnliche Kombination verschiedener Merkmale auf. So besitzen Olympuskameras einen schwenk- und drehbaren Monitor, den die Konkurrenz bald nachahmen dürfte. Die Displays sind zudem besonders resistent gegen Stöße. Positiv fiel auch die Sensorreinigung, die Sensorstabilisierung, der schnelle Autofokus und die kompakte Bauweise auf. Die passenden Zuiko-Objekive werden ebenfalls als ''hervorragend'' bewertet. Beim Bildrauschen hielt Olympus allerdings nicht mit Nikon oder Canon mit. Außerdem seien die Sucher der Kameras ''klein und dunkel''.

Hier finden Sie alle 14 getesteten Kameras in einer Übersicht, die die jeweiligen Vor- und Nachteile der Kameras aufführt.

Autor: Anne K.