Digitalkameras: Panasonic und Olympus entwickeln Micro-Four-Thirds-System

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micro-four-thirdsDie Hersteller Olympus und Panasonic haben einen neues Micro-Four-Thirds-System für Spiegelreflexkameras ohne Spiegel und daher ohne optischen Sucher entwickelt, bei dem auch die Linsen anders installiert werden können. Das System ist kompatibel mit Four-Thirds-Sensoren (18 x 13.5 mm), spart jedoch den optischen Sucher ein und ermöglicht damit schmaler gebaute Kameras. Mit dem neuen System schrumpft der mögliche Abstand zwischen Linsen und dem Sensor und auch der Abstand zwischen Linsen und Objektivverschluss ist schmaler. Trotzdem bestehen mehr Kontaktpunkte zwischen Objektiv und Gehäuse als zuvor (11 statt 9). Der Durchschnitt des Objektivverschlusses wird um 6 mm kleiner. Gehäuse und Objektive, selbst die Linsen, sollen somit in kleineren Größen als üblich hergestellt werden können.

Innovation des Jahres

Die Seite dpreview.com bezeichnet die neue Bauweise als die Bekanntmachung des Jahres. Micro-Four-Thirds-Kameras werden kleiner, leichter und handlicher. Sie besitzen keinen optischen Sucher, sondern müssen Live-View oder einen anderen elektronischen Sucher benutzen. Eigentümer von Four-Thirds-Objektiven können mit einem Adapter auch das neue Micro-Four-Thirds-Gehäuse nutzen.

Ob die neue Entwicklung tatsächlich das Ende der Spiegelreflexfotografie bedeutet, bleibt vorerst abzuwarten - das Potential scheint vorhanden zu sein. Das neue System wird passend zu seinen Eigenschaften auch als EVIL bezeichnet: Electronic Viewfinder Interchangeable Lens.

Autor: Anne K.