Kredit: Umkehrhypothek - Wie viel Rente ist möglich?

Die Umkehrhypothek gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung: Senioren mit selbstgenutztem Immobilienbesitz verpfänden ihr Eigenheim an eine Bank und erhalten dafür einen Kredit sowie ein lebenslanges Wohnrecht.

In den meisten Fällen lässt sich die Rente jedoch nicht dauerhaft in großem Umfang aufbessern. Wie viel Kredit bereitgestellt werden kann, richtet sich nach dem Alter des Eigentümers und gegebenenfalls dem eines Partners, auf den das eingetragene Wohnrecht ausgeweitet wird.

Die meisten Banken zahlen altersabhängig zwischen 10 und 35 Prozent des Verkehrswertes. Der Grund für die recht moderate Beleihung ist zum Teil in den hohen Finanzierungskosten zu sehen. Bei einer jährlichen Verzinsung von gut 7 Prozent verdoppelt sich der Kreditbetrag bereits nach 10 Jahren, wenn keine Zinszahlungen geleistet werden.

Auch wenn viele Banken Umkehrhypotheken nur als Einmalzahlung anbieten, ist eine Aufbesserung der Rente möglich. Dazu muss lediglich die Einmalzahlung verrentet werden, was bei fast jeder Bank möglich ist. Auch dabei müssen besonders jüngere Kreditnehmer jedoch mit geringen Rentenzahlungen rechnen.

Eigentümer sollten auch die Haftungsfrage klären: Idealerweise haftet nicht der Eigentümer selbst mit seinem Vermögen für den Kredit, sondern nur die Immobilie. Das ist vor allem dann wichtig, wenn der Kredit beim Auszug aus der Immobilie fällig wird. Im Fall einer Überschuldung wären dann zum Beispiel die Kosten für ein Pflegeheim nicht mehr aufzubringen.

Autor: JL