Kredit: Bonität unter der Lupe - Der Schufa-Basisscore

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Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (kurz: Schufa) berechnet mit mathematisch-statistischen Methoden für rund 64 Millionen Bundesbürger einen Scorewert, der die Wahrscheinlichkeit angeben soll, mit der eine Person ihren vertraglichen Verpflichtungen (zum Beispiel im Zusammenhang mit Ratenkrediten oder Mobilfunkverträgen) vollständig und termingerecht nachkommt.

Der Basisscore kann bei der Schufa erfragt werden. Darüber hinaus steht er im Online-Portal der Auskunftei nach der Anmeldung (einmalige Gebühr: rund 16 Euro) jederzeit zur Verfügung. Er wird alle drei Monate aktualisiert und als Prozentzahl angegeben. Der durchschnittliche Schufa-Score der Bundesbürger liegt bei knapp 92 Prozent: So hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle Verpflichtungen eingehalten werden. Je höher der Scorewert, desto besser die Bonität – rein statistisch zumindest.

Wie genau sich der Scorewert ermittelt, will die Schufa nicht verraten. Sie beruft sich dabei auf ihr Geschäftsgeheimnis sowie die Gefahr von Manipulation. Bekannt ist aber, dass ordnungsgemäß zurückbezahlte Ratenkredite den Score verbessern.

Das gilt auch für lange bestehende Girokonten oder Kreditkarten. Da die Schufa in verschiedenen Veröffentlichungen immer wieder darauf hinweist, dass Geldprobleme mit dem Lebensalter einer Person stark zusammenhängen, darf auch ein Einfluss dieses Merkmals auf den Basisscore unterstellt werden. Unberücksichtigt bleibt nach Aussage der Schufa der Wohnort eines Bürgers.

Der Basisscore ist allerdings nicht ausschlaggebend für Kreditentscheidungen von Banken oder Mobilfunkunternehmen. Diese beziehen von der Schufa eigene, branchenspezifische Werte.

Autor: JL