Pizza geht immer: Das italienische Nationalgericht ist hierzulande mindestens ebenso beliebt wie in seiner Heimat und gehört zu den Lieblingsspeisen der Deutschen. Das liegt natürlich zum einen an der unheimlich großen Vielfalt der verfügbaren Produkte, aber sicherlich auch an der ständigen Verfügbarkeit. Ob mittags vom Lieferservice auf Arbeit, abends aus der eigenen Tiefkühltruhe oder am Wochenende im Restaurant – Pizza ist eigentlich überall erhältlich und gehört zu den preiswertesten Speisen.

Mühelos mehr als 1.000 Kalorien je Pizza!

Doch aufgepasst: Vielen Pizzen sieht man ihre enorme Kalorienmenge gar nicht an, dabei sind je nach Belag und Teig locker 1.000 Kalorien und mehr drin. Je Pizza. Insbesondere die nicht übermäßig großen Standardpizzen aus dem Tiefkühlfach verleiten da schnell zum groben Verschätzen. Wer jeden Tag auf solche Pizzen zurückgreift, wird das schnell in Form von unerwünschtem Hüftgold feststellen. Denn ein Hauptbestandteil von Pizzen ist Käse in großer Menge – und der birgt nun einmal vor allem Fett.

Vor allem im Käse verbirgt sich das Hüftgold

Das nimmt man meist gar nicht so wahr, schließlich verteilt sich der Käse schön über eine gewisse Fläche. Doch 50 bis 60 Gramm Käse sind keine Seltenheit - und alleine das entspricht bei Sorten wie Emmentaler gut 200 bis 240 Kalorien. Viele Pizzafreunde verzichten zwar bewusst auf fettreiche Salami-Pizzen, doch das bringt wenig: Meist wird dieser Geschmacksträger dann halt mit Käse aufgefüllt. Besonders eindrucksvoll wird das bei „Quattro-Formaggi“-Pizzen mit vier Käsesorten wie Emmentaler, Mozzarella, Gorgonzola und Parmesan. Die Pizza sieht mager belegt aus, hat aber bis zu 1.200 Kalorien.

Kalorienfalle vegetarische Varianten

Wer jetzt glaubt, dann könne er halt auf vegetarische Varianten jenseits von Quattro Formaggi ausweichen, irrt erneut. Dann werden die Geschmacksträger Salami und Käse häufig durch Sahne, Creme Fraîche oder in Öl eingelegte Paprika, Oliven und Zucchinischeiben ersetzt. Experten warnen davor, dass solche Pizzen teils sogar mehr Kalorien besitzen können als herkömmliche Pizzen. Es versteht sich von selbst, dass angesichts dieser Tatsachen auch Pizzen mit einem Käserand ein kalorientechnischer Alptraum sind – selbst wenn es vegetarische Varianten sind.

Auf die Sortierung der Zutatenliste achten

Und was darf man dann überhaupt guten Gewissens essen? Natürlich schadet eine Pizza ab und an nicht. Wie stets ist es eine Frage des Maßes. Doch wer wirklich gerne und viel Pizza isst, sollte sich vor allem Sorten aussuchen, bei denen die zuvor genannten, kritischen Bestandteile weit hinten in der Zutatenliste auf der Verpackung auftauchen. Denn die ist stets nach dem Anteil der Zutaten am Gesamtprodukt sortiert. Je weiter vorne also Salami, Käse, Sahne, öliges Pesto oder Grillgemüse auftauchen, desto kalorienreicher ist die Pizza sehr wahrscheinlich auch.

Empfehlungen

Ferner kann man zu Produkten greifen, die von Natur aus kalorienarme Zutaten besitzen, wie etwa Schinken, Spinat, Brokkoli oder auch Krabben. Und nicht zuletzt gibt es mittlerweile fettreduzierte Sorten im Handel, welche tatsächlich nur den Kaloriengehalt von 600 bis 700 Kalorien beinhalten, der von Ernährungsexperten für ein Mittagessen empfohlen wird. Sie sollen Tests zufolge nicht einmal schlechter schmecken als ihre herkömmlichen Geschwister – es wird bei der Produktion einfach darauf geachtet, weniger Fettanteil zu verwenden.