Sowohl Lacke als auch Lasuren gibt es als wasserverdünnbare und lösungsmittelhaltige Variante. Häufig wird sogar das gleiche Produkt in diesen beiden Varianten angeboten. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Farben auf Wasserbasis
Wasserverdünnbare Holzfarben sind im Innenbereich vorzuziehen. Ein großer Vorteil ist die geringere Geruchsbelästigung, sie sind weniger schädlich als die lösungsmittelhaltigen Produkte. Zudem trocknen sie schnell und sind sehr leicht anzuwenden. Kleinere Fehler lassen sich ohne Probleme schnell wegwischen. Die Utensilien müssen lediglich mit Wasser gereinigt werden, ein spezieller Reiniger ist nicht nötig. Teilweise können wasserverdünnbare Holzfarben sogar für Kindermöbel und Spielzeug benutzt werden. Dann sollte aber darauf geachtet werden, dass sie der DIN EN 71-3 entsprechen und speichel- und schweißecht sind. Leider verdecken solche Farben keine ausblühenden Wasserflecken oder Harze. Diese kommen nach einem Farbanstrich wieder durch.

Farben auf Lösemittelbasis

Ihr Vorteil: Das Überstreichen von Wasser- und Harzflecken stellt kein Problem dar. Sie werden gut überdeckt, ohne dass sie durchscheinen. Zudem erhalten Flächen durch lösungsmittelhaltige Farben eine glattere Oberfläche, da sich die Fasern nicht so stark aufrichten. Die Nachteile allerdings liegen zum Beispiel beim Geruch. Wegen der Lösemittel können viele Produkte nur für den Außenbereich genutzt werden. Es gibt allerdings auch viele Farben auf Lösungsmittelbasis, die aromatenfrei sind, also wesentlich weniger stark riechen und damit auch weniger gesundheitsschädlich sind. Trotzdem sollten diese Produkte zum Beispiel im Kinderzimmer nicht benutzt werden, auch für Kinderspielzeug sind sie absolut tabu. Ein weiterer Nachteil ist die Verarbeitung, denn die Utensilien müssen mit lösemittelhaltiger Verdünnung ausgewaschen werden, außerdem lassen sich Patzer schwieriger entfernen.