Maxxis_logoDer Marke Maxxis, einem Reifenhersteller für Autos, Fahrräder, Motorräder und ATVs, überlässt die lobende Fachpresse gerne das Fahrradsegment – Autoreifen sind hingegen nicht das Metier der Taiwanesen. Denn während Maxxis-Autoreifen in Tests nur selten durch Kompetenz auffallen, weil etwa der Bremsweg neue Dimensionen erreicht oder Unausgewogenheit die Highlights markieren, fahren die Velo-Pendants in Tests souveräne Wertungen ein. Maxxis ist der Handelsname von Cheng Shin, der sich auf Platz neun der weltweit größten Reifenhersteller einordnet. Die Produktpalette reicht vom Mountainbike-, über Cyclocross-, City-, Trekking- und Rennradreifen bis hin zu Dirt-,Urban-, BMX- und Trialreifen.

Maxxis Exo Protection Maxxis Exo Protection

Einsatzbereich Mountainbikes und Rennräder

Speziell Maxxis-Reifen für Mountainbikes haben sich im hiesigen Markt als feste Größe etabliert, Begriffe wie Grip-Referenz, Kurvenhalt und Biss beherrschen die Testfazits der Fachmagazine. Faltreifen wie der Ikon („exzellenter Grip sowohl auf nassen als auch auf trockenen Trails“, Mountainbike 3/2013) oder der Drahtreifen Aspen EXC überraschen die Fachpresse sogar in allen Testdisizplinen. Offenbar gelingt es dem Hersteller, Gewicht, Rollverhalten und Grip in einen guten Einklang zu bringen. Dass man bei Maxxis auch auf den Pannenschutz stolz sein darf, zeigt das Beispiel des Highroller II, einer Neuauflage des Klassikers und Vorgängers High Roller für den MTB-Einsatz. Das Erfolgsmodell wurde beim Nachfolger und „Top-Allrounder“ mit einer Exo-Protection-Seitenwand versehen, einem „extrem schnitt- und abriebfesten Material“ (Maxxis), das die Seitenwand vieler Maxxis-MTB-Reifen schützt. Der Seitenschutz funktioniert so gut, dass die World of Mountainbike den Reifen in Heft 4/2012 als Tipp für all jene markierte, die auf ihren Trails "ordentlich am Gashahn" drehen - ob Enduristen oder Freerider. Umgekehrt kann der Pannenschutz auch zulasten des Rollwiderstands gehen, wie die triathlon in Heft 121 (Juni 2014) beim Campione zu Bedenken gibt. Den Gewichtsvorteil und die Notlaufeigenschaften des „besten Schlauchreifens von Maxxis“ werden aber Fahrer schnell zu schätzen lernen, die „im Rennen, vor allem auf langen, bergigen Strecken“ unterwegs sind. Der Spitzen-Pneu wurde für höchste Ansprüche entwickelt und verbindet Fahrkomfort mit Kurvengrip und geringem Rollwiderstand.

Karkassen-Technologie

Auffallend am Maxxis-Sortiment ist die Benennungsphilosphie TPI, kurz für Thread Per Inches. Das heißt: Hier wird die Anzahl der Nylonfäden auf einem Zoll (2,54 Zentimeter) Reifengewebe genannt, dabei gelten 27TPI als niedrieg, 60TPI steht an zweiter Stelle und 120 und 170TPI sind höhere Fädenanzahlen. Heißt: Wo andere Hersteller die Fäden aller Karkassenlagen addieren, gibt Maxxis die TPI in einer Karkassenlage an. Je höher die Zahl, desto besser passt sich der Reifen dem Untergrund an und umso komfortabler ist das Fahrverhalten. Im Übrigen finden sich nach den klassischen Schlauchreifen für Rennräder auch Radialreifen mit ihrer einfedernden Seitenwand für mehr Fahrkomfort und die tubeless (schlauchlosen) Rennradreifen mit ihrer Pannensicherheit im Maxxis-Sortiment. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei dem „Silkworm“ zu – einer von Maxxis entwickelten Pannenschutzlage, die unter der Lauffläche liegt und den Reifen vor Durchstichen, Rissen und Karkassenverletzungen schützt. Im Labortest der triathlon (Heft 121, Juni 2014 zum Rouler) konnte die Seidenraupe nicht rundum überzeugen, wenngleich sich der „rennfertige Reifen“ (Maxxis) für den sportlichen Trainingseinsatz empfehle. Den beinahe namensgleichen Rouleur, vermarktet als Mix aus Trainings- und Wettkampfreifen, bewertete dasselbe Magazin zwei Jahre zuvor (Heft 102, Juli 2012) als „gut“ in der Gewichtsdisziplin, für einen Wettkampfreifen rolle er jedoch zu schwerfällig, für einen Trainingsreifen sei der Pannenschutz zu gering. Wäre zu wünschen, dass die Taiwanesen auch bei den Autorreifen nach mehr Renommee trachten, die Qualitätsschere wirkt merkwürdig inkonsequent.

von Sonja Leibinger

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