Radhose Häufig haben Fahrradhosen Träger - sie werden dann Bib genannt (Bildquelle: gorewear.com)

Warum sollten Sie eine Fahrradhose tragen?

Egal, ob Sie mit einem MTB oder einem Rennrad unterwegs sind, gerade bei längeren Touren ist die Wahl der passenden Radhose sehr wichtig. Es darf nichts drücken oder scheuern, außerdem sollte die Hose nicht nur zum Träger, sondern auch zum Sattel passen. Sind alle drei Komponenten gut aufeinander abgestimmt, steht einer ausgiebigen Tagestour nichts mehr im Wege. Eine Radhose mit Trägern nennt man übrigens Bib.

Worauf ist bei der Verarbeitung einer Radhose zu achten?

Eine Radhose sollte möglichst aus atmungsaktivem Funktionsmaterial bestehen, damit optimales Feuchtigkeitsmanagement gewährleistet ist. Andere Materialien saugen den Schweiß auf und dadruch kommt es dann zum Auskühlen des Körpers. Am besten eignet sich eine Kombination aus Polyamid und Elasthan, denn diese Materialien sind flexibel und passen sich an Ihre individuelle Körperform an. So ist für bequemen Tragekomfort gesorgt. Da solche Radhosen enganliegend sind, bilden sich keine Falten. So scheuern die Hosen nicht und verhindern Hautirritationen. Auch starken Muskelvibrationen und dem dadruch entstehenden Muskelkater wird so entgegengewirkt. Jedoch sollte eine Fahrradhose so gewählt werden, dass sie angenehem sitzt und nicht zu sehr einengt, deshalb ist die richtige Größenwahl entscheidend. Für hohen Sitzkomfort und eine optimale Passform sollte man außerdem auf die Verarbeitung der Nähte achten. Ihre Radlerhose muss ebenfalls elastisch und möglichst flach sein, da sie sonst scheuert. Mittlerweile kommen einige Modelle sogar nahtfrei aus. Die Materialien sind dann miteinander verschweißt. Geringes Gewicht ist in diesem Fall ein weiterer Vorteil. Für einen angenehmen Sitz, der kein Verrutschen möglich macht, sollten Sie auf einen elastischen Beinabschluss achten.

Für optimalen Tragekomfort bei langen Touren sollten Sie auf ein Sitzpolster in der Radhose achten (Bildquelle: gorewear.com)

Benötigen Sie eine Fahrradhose mit oder ohne Sitzpolster?

Für den Sitzkomfort bei Radhosen spielt das Sitzpolster eine relevante Rolle, denn es sichert die optimale Druckverteilung auf dem Sattel. Es gibt unterschiedliche Varianten von Sitzpolstern für Radhosen. Lederpolster gehören der Vergangenheit an und wurden von Radlerhosen mit Sitzpolstern aus Schaumstoff oder Gel ersetzt. Solche Sitzpolster sind pflegleichter und werden nach dem Waschen nicht hart. Doch auch hier ist die Verarbeitung entscheidend für den Komfort. Schlecht verarbeitete Polster können verrutschen, besonders bei Gelpolstern kann dieses Problem auftreten. Zudem sollte ein Polster einen Hitzestau verhindern können. Bei schmalen oder sehr harten Sätteln übernimmt die Radhose die Polsterfunktion fast komplett. Hier bieten sich Mehrkomponenten-Polster aus unterschiedlich starken Materialien an. Durch ein solches Materialgemisch werden die Sitzknochen gepolstert oder auch der Dammbereich entlastet. Das hängt aber vom jeweiligen Modell ab. Teilweise sind die Polster antibakteriell, sie wurden also mit einer Chemikalie behandelt. Da eine Fahrradhose aber meist ohne Unterwäsche getragen wird, kann das bei manchen Menschen zu Hautirritationen führen. Außerdem verringert sich die antibakterielle Wirkung nach mehreren Wäschen.

Die besten Fahrradhosen mit Sitzpolster:



Mehr Auswahl für Herren

Dass die spezielle Anatomie der Frau seit einiger Zeit auch Beachtung bei den Herstellern von Radhosen findet, ist löblich. Leider legen die Hersteller aber scheinbar weniger Sorgfalt in die Frauenmodelle als in die Modelle für Männer. In den Tests der Fachmagazine schneiden die Hosen für Damen oft mit schlechteren Ergebnissen ab. Bemängelt werden vor allem der geringere Komfort durch dünne Sitzpolster, deren Verarbeitung teilweise wohl nicht an die der Herren-Modelle heranreicht.