Fisch & Meeresfrüchte: Lebensmittelplagiate - Schwarze Liste verfügbar

garnelenZusammengesetzte Fleischreste, Analogkäse oder gepresstes Fischmuskeleiweiß – die Lebensmittelplagiate lauern in zahllosen Fertigprodukten, die über unseren täglichen Speisenplan wandern. Wer auf diese Art von Lebensmittelersatz keine Lust hat, sollte einen Blick auf die Schwarze Liste der Verbraucherzentrale Hamburg werfen. Wie das Magazin Discountfan.de berichtet, ist ein Fall dabei besonders kurios: Die angebliche „Surimi Garnele“.

Sie entpuppe sich als gepresstes Fischeiweiß in Garnelenform. Laut der zu diesem Fall zitierten Verbraucherschützer gebe es mittlerweile täuschend echte Garnelenimitate, die neben Fischeiweiß aus nicht anders verwertbaren Fischen, Geschmacksverstärkern, Aromen, Farbstoffen, aber auch aus Hühnereiweiß hergestellt würden. Das Fleisch in Putensalat wiederum bestehe häufig aus zusammengefügten Fleischresten, gewachsenes Putenfleisch werde dagegen nur zum Teil verwendet.

Und selbst bei Bioprodukten könne man nie sicher sein: Bio-Vollkorn-Toastbrötchen entstünden zum Beispiel nicht nur aus Vollkornmehl. Gestreckt werde mit Weizenmehl, das mit „Gerzenmalzsirup“ eingefärbt werde. Immer mehr Anbieter würden bei den Zutaten sparen und wollten dabei zugleich vermeiden, dass der Verbraucher dies bemerke. Schade ist nur, dass die Liste der Verbraucherzentrale Hamburg derzeit noch arg kurz ist: 11 Produkte sind bisher erst auf ihr ausgewiesen. Bleibt aber zu hoffen, dass sie zügig um weitere „Tarnprodukte“ erweitert wird.

Autor: Janko