Fisch & Meeresfrüchte: Fäkalkeime in Miesmuscheln gefunden!

Miesmuscheln im TestMiesmuscheln zählen neben Austern zu den bekanntesten essbaren Muscheln. Die Zeitschrift GourmetReise veranlasste aktuell eine Laboruntersuchung dieser Delikatesse. Sechs Kilogramm frische Miesmuscheln, gekauft in den Städten München, Hannover, Köln und Wien wurden getestet. Das alarmierende Ergebnis dieser Untersuchung: 75 Prozent der Muschelproben waren mit Fäkalkeimen kontaminiert.

Einzig die Probe aus München war keimfrei. Enterokokken, Escherichia coli und Enterobakteriacaeen wurden im Test gefunden – allesamt Erreger, die über den Darm ausgeschieden werden. Über Abwässer sind diese vermutlich in die Zuchtanlagen der Miesmuscheln gelangt. Bei falscher Zubereitung der Muscheln können sie Erbrechen, Brechdurchfall sowie Darm- und Lebererkrankungen auslösen. Kocht man die Muscheln oder erhitzt sie über 10 Minuten bei 70 Grad Celsius werden die Fäkalkeime abgetötet, so die Genießer-Zeitschrift. Während ihrer Verarbeitung besteht jedoch das Problem der Kontamination in der Küche. Wem der Appetit nicht eh schon “vermiest“ wurde, sollte demnach mit Handschuhen arbeiten, die Muscheln bei der Zubereitung strikt von anderen Lebensmitteln trennen und abschließend auf eine ausreichende Desinfektion achten.

Autor: Stefanie