Beim Kauf eines Akkuschraubers hängt viel von der verwendeten Akkutechnologie ab. Zum Glück ist kein langes Rätseln angesagt: Wer mit ordentlich Schmackes Schrauben in Regalwände eindrehen möchte, greift zu einem Modell mit 4,6 Volt Arbeitsspannung und Lithium-Ionen-Technologie. Denn Lithium-Ionen-Akkus besitzen eine mehr als doppelt so hohe Energiedichte wie herkömmliche Akkutypen, darüber hinaus können sie ohne jede Bedenken beliebig wieder aufgeladen werden - alte Grundregeln gelten hier nicht mehr.

Die Vorteile der LiIon-Technologie

Denn bei einem Lithium-Ionen-Akku treten weder ein Memory- noch der Lazy-Battery-Effekt auf. Dadurch ist der Umgang mit einem solchen Akkuschrauber besonders einfach und erfordert keine spezielle Aufmerksamkeit. Das Arbeitsgerät kann unabhängig vom Ladestand verwendet und wieder geladen werden, zudem fällt die Selbstentladung sehr niedrig aus. Oft kann ein Akkuschrauber auch nach Wochen noch zumindest für eine handvoll Schrauben verwendet werden. Vielfach wird zudem eine Tiefentladung im Betrieb durch eine interne Sicherung verhindert.

Doch es leidet die Lebensdauer

Einziger Nachteil von Lithium-Ionen-Akkus ist die vergleichsweise geringe Anzahl an Ladezyklen. Während klassische NiCd-Akkus auf 1.500 Zyklen kommen und NiMH-Akkus noch 1.000 Zyklen schaffen, sind es bei Lithium-Ionen-Modellen meist nur wenige hundert Ladevorgänge. Das wird natürlich durch die insgesamt selteneren Ladezyklen bedingt durch die geringere Selbstentladung zu einem gewissen Grad kompensiert, bleibt aber nach wie vor ein gewisses Problem. Behelfen kann man sich zudem, indem man den Akku seines Schraubers nie bis ganz ans Ende treibt, das steigert die Lebensdauer erheblich.

Das Schicksal der NiCd-Akkus

NiCd-Akkus stehen ohnehin bald nicht mehr zur Verfügung. Mit kleinen Ausnahmen müssen solche Akkus per EU-Richtlinie nach und nach aus dem Verkehr gezogen werden. Ihre Nachfolger, die Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH), ersetzen das giftige Cadmium durch eine Wasserstoff speichernde Legierung. Dadurch reagieren sie aber empfindlicher als andere Energiezellen auf Überladung, Überhitzung, falsche Polung oder auch Tiefentladung. Durch diese Vorgänge wird die Zelle irreparabel geschädigt. Und vor allem Tiefentladungen können bei einem Werkzeug ohne Akkuanzeige eben sehr schnell vorkommen ...

Autor: Janko