Akkuschrauber Bild-CollageDer Begriff „Akkuschrauber“ wird inzwischen für eine große Vielzahl unterschiedlichster Geräte gebraucht. Vom wenige hundert Gramm leichten Minigerät bis zum starken Schlagbohrschrauber, der es angesichts der Stärke seines Akkus auf Abgabeleistungen von über 750 Watt bringt und damit so mancher Maschine mit Anschluss ans Stromnetz Konkurrenz macht. Allen gemein ist die Mobilität und Flexibilität, mit der sie sich ohne Kabelgewirr einsetzen lassen oder eben auch an Orten, an denen es weit und breit keine Steckdose gibt.

Notwendige Ausstattung ergibt sich aus Anwendungsabsichten

So vielfältig wie die Bauweisen und Leistungsfähigkeiten sind auch die Preisspannen am Markt. Sie erstrecken sich vom Discount-Gerät für kaum mehr als 20 Euro bis zur High-Tech-Maschine, für die man mehrere hundert Euro veranschlagen muss. Daher sollte man sich zunächst intensiv überlegen, zu welchen Zecken man einen Akkuschrauber tatsächlich benötigt. Daraus ergeben sich zwangsläufig wichtige Schlussfolgerungen auf die Ausstattung. Wer nur gelegentlich ein Regal oder anderes Möbel zusammen baut und ab und zu mal kleinere Reparaturarbeiten im Haushalt macht, dem reicht im Normalfall ein kleiner Schrauber. Das gilt auch für Hobbybastler und Modellbauer.

Richtige Ergonomie schützt

Wer viele Einsätze in Haus und Garten hat, etwa auch bei Renovierungs- oder sogar Neubau-Arbeiten, der wird sich gewiss eher bei leistungsstarken Bohr- und Schlagbohr-Schraubern mit starken, ausdauernden Akkus umsehen. Bei der Handhabung sollte man aber immer auf Attribute wie Gewicht und Größe achten. Ebenso sind die Form der Griffe und deren Beschichtung, etwa mit rutschsicheren Materialien, wichtig. Wenn Arbeiten bei schwierigen Lichtverhältnissen anstehen bieten sich Geräte an, die mit kleinen LED-Lämpchen ausgestattet sind, um die Arbeitsstelle aufzuhellen.

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Schnellspannfutter und Spindelarretierung für einfaches Handling

Schnellspannfutter zum Einsatz der „Bits“, also der Schraub-Aufsätze, sind heute eigentlich Standard. Will man Schraub- oder Bohreinsätze schnell mit einem Handgriff wechseln, ist darüber hinaus eine Spindelarretierung hilfreich. Sie fixiert den Gerätekopf und erleichtert so das Öffnen des Bohrfutters. Überhaupt Bits: Bei vielen Geräten werden sogenannte „Bit-Sätze“ in der Erstausstattung mitgeliefert, bei einigen auch Bohraufsätze. Die sind zwar meistens für erste Einsätze ausreichend. Allerdings sollte man keine allzu hohen Qualitätserwartungen haben.

Große Schrauben brauchen großes Drehmoment

Ein sehr wichtiger Faktor, auf den man achten sollte, ist das in Newtonmeter („Nm“) angegebene Drehmoment. Damit wird die Kraft ausgedrückt, mit der etwa der Bit die Schraube in den jeweiligen Werkstoff dreht. Kleine Mini-Schrauber schaffen manchmal gerade 3 Nm, das reicht für kleine Holzschrauben beim Basteln oder Gehäuseschrauben von Haushaltsgeräten oder Computergehäusen. Aber schon bei Holzschrauben von 50 oder 60 Millimetern Länge sollten die Geräte selbst bei leichten Werkstoffen wie Trockenbauplatten oder weicheren Hölzern Drehmomente von mindestens 10 oder 12 Nm aufbringen. Wer öfter bohren möchte sollte zudem darauf achten, dass die Maschine in mindestens zwei Gängen geschaltet werden kann.

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Zubehörvariationen eröffnen viele Einsatzmöglichkeiten

Ansonsten gibt es, gerade bei vielen Markenherstellern, zahlreiche als Zubehör erhältliche Ausstattungskomponenten und Aufsätze. So etwa Bürsten, Rührstäbe für Farben oder auch Polierteller und -hauben. Oder auch kleine Winkelaufsätze, mit denen man sozusagen "um die Ecke" schrauben kann. Selbst Pfeffermühlen, Korkenzieher oder Grillgebläse sind erhältlich. Ob man dann allerdings am schön gedeckten Tisch bei Kerzenlicht den Pfeffer mit dem Akkuschrauber über das Steak rieseln lassen möchte, das muss am Ende jeder selber entscheiden.

Autor: Werner