Scheren & Sensen

(1.168)
Filtern nach

  • bis
    Los
  • Elektro (179)
  • Akku (298)
  • Benzin (133)
  • Mechanisch (324)

Ratgeber zu Scheren & Sensen

Ein guter Pflanzen- und Baumschnitt muss nicht teuer sein

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. viele Werkzeuge mit guten bis sehr guten Ergebnissen
  2. breite Preisspanne bei vergleichbarer Produktqualität
  3. hohe Schnittqualität
  4. große Produktvielfalt für alle Anwendungsbereiche

Im Test: Was macht ein gutes Gras-, Hecken- und Baumschneidegerät aus?

Nehmen Testmagazine Schneidegeräte für den Garten unter die Lupe, stehen bei der Bewertung vor allem das Schnittvermögen und die Schnittqualität im Fokus. Des Weiteren testen die Experten die Ergonomie (Griffe, Stiele, Schalter) und den Schnittkomfort (Balance, Gewicht, Manövrieren, Schneidekraft). Bei den motorbetriebenen Werkzeugen kommen Kriterien wir die Schnittgeschwindigkeit, Vibrationen im Betrieb und die Geräuschentwicklung hinzu. Können die Werkzeuge in den meisten oder gar allen Disziplinen punkten, haben sie Chancen auf eine sehr gute Bewertung wie zum Beispiel der elektrische Heckenschneider RPT4545E von Ryobi oder die Akku-Heckenschere GE-CH 1855/1 Li Kit von Einhell. Akkugeräte müssen sich auch einer Prüfung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ihrer Batterie unterziehen. Sie schneiden gut ab, wenn die Ladezeit kurz, die Laufzeit hingegen lang ist. Akkubetriebene Heckenscheren zum Beispiel haben durchschnittliche Laufzeiten von 30 bis 50 Minuten. Hält ein Gerät eine Stunde und mehr aus, honorieren Prüfer diese Ausdauer.
Die Gartenwerkzeuge namhafter Hersteller wie Bosch, Makita oder Gardena schneiden fast immer mit mindestens „Gut“ ab. Es gibt aber auch Eigenmarken der Heimwerkermärkte, die hier mithalten können, zum Beispiel Bauhaus Gardol. Diese Geräte haben zudem meist einen günstigeren Preis. Oft aber geht dieser Vorteil auch mit qualitativen Abstrichen beim Material und der Haltbarkeit einher, was sich dann im Testergebnis widerspiegelt. So bewegen sich beispielsweise die Testnoten von Lux Tools von Obi in einem Spektrum von sehr guten bis hin zu häufig sehr schlechten Ergebnissen mit der Note „Mangelhaft“.

Pflege und Wartung: Auf was muss ich achten?

Um die hohe Qualität eines Werkzeugs aufrechtzuerhalten, ist die regelmäßige Pflege besonders wichtig. Gerade Scheren und Sensen stumpfen bei häufigem Gebrauch schnell ab und benötigen turnusmäßig einen neuen Schliff. Praktisch erweisen sich Geräte, die sich zum Schärfen auseinanderbauen oder deren Klingen sich ersetzen lassen. Viele Hersteller bieten die Möglichkeit, defekte Verschleißteile nachzukaufen, damit bei Bedarf eines Ersatzteils nicht gleich das ganze Gerät ausgetauscht werden muss. Auch das regelmäßige Säubern der Werkzeuge und nicht zuletzt die Lagerung über den Winter an einem trockenen Ort fördern ihre Langlebigkeit und damit die Freude bei der Arbeit im heimischen Garten.

Kleine Typenkunde: Was beschneide ich mit welchem Gartenwerkzeug?

Bei der Auswahl der passenden Schneidewerkzeuge spielen die allgemeine Beschaffenheit des Gartens sowie der Pflanzen- und Baumbestand die größte Rolle.

Heckenschere

  • zum flächigen Schneiden und für den Zuschnitt von Hecken, Sträuchern und Büschen
  • manuell zu bedienende Handheckenschere: ca. 60 Zentimeter lang, Klingen ca. 30 bis 40 Zentimeter lang
  • arbeitet nach dem Scherenprinzip; ausziehbare Teleskopgriffe unterstützen die Hebelwirkung beim Schnitt
  • mit Motor (Benzin-, Elektro- oder Akkuantrieb): ist mit einem ca. 40 bis 70 Zentimeter langen Schwert ausgerüstet; anstelle von zwei scherenartigen Klingen verfügt das Gerät über zwei gezahnte Schneidbalken, die mit großer Geschwindigkeit aneinander vorbeigleiten

    Schneidet im Test mit „Sehr gut“ ab: die Akku-Heckenschere EasyHedgeCut 12-35 von Bosch
    (Bildquelle: bosch-garden.com)

Heckenschneider

  • für die Pflege überbreiter, langer und hoher Hecken; schneidet auch Gestrüpp und Heckenkronen; ermöglicht bodennahe und Überkopfarbeiten dank großer Schaftlänge und schwenkbarem Messerbalken
  • Betriebsart: Benzin, Elektro und Akku; funktioniert vom Prinzip her wie eine motorisierte Heckenschere; hat einen langen Schaft und lässt sich im Schnittwinkel verstellen

    Elektro-Teleskop-Heckenschere RPT4545E mit 450 Watt von Ryobi
    (Bildquelle: de.ryobitools.eu)

Astschere, auch Baumschere oder Zweihandschere

  • zum Schneiden von Ästen bis zu einer Dicke von ca. acht Millimetern
  • Gartenwerkzeug mit zwei ca. 50 bis 60 Zentimeter langen Griffen; beidhändig zu bedienen
  • Man unterscheidet zwei Schnittprinzipien:
    1) Bypass-Astschere: beide Klingen gleiten aneinander vorbei; sorgen für einen präzisen, glatten Schnitt
    2) Amboss-Astschere: hat nur eine Klinge, die auf eine glatte Metalloberfläche trifft; bewirkt eine gute Kraftübertragung beim Schneiden, was das Zerteilen größerer Durchmesser erlaubt, den Schnitt aber nicht ganz so sauber durchführt

    Fiskars PowerGearX Bypass-Getriebeastschere LX98-L
    (Bildquelle: fiskars.de)

Grasschere oder Rasenschere, auch Strauchschere (häufig Kombigeräte)

  • zum Beschneiden von sehr kleinen Rasenflächen, besonders an Kanten und in Ecken, und zum Stutzen von Trieben; für die akkurate Nacharbeit bzw. den Formschnitt von Büschen und Sträuchern
  • ausgerüstet mit nur einem Schneidblatt; die Messer sind beidseitig geschliffen; mit und ohne Stiel erhältlich; häufig lässt sich an den Geräten das Grasschneidblatt unkompliziert gegen ein Strauchschneidblatt tauschen
  • Grasschere: handgeführt oder als elektrische Schere mit Netz- oder Akkubetrieb
  • Strauchschere: in der Regel Akkugeräte

    Akku-Strauchschere mit Strauchschere (lang) und Grasmesser (kurz) von Stihl
    (Bildquelle: stihl.de)

Gartenschere

  • zum Schneiden dünner Äste und Triebe im Obst- und Gartenbau, zum Beispiel Weinreben oder Rosen
  • zwei Typen
    1) Amboss-Schere: schneidende Klinge trifft auf glatte Metalloberfläche
    2) Bypass-Scheren: zwei schneidende Klingen gleiten aneinander vorbei

    Gardena Gartenschere B/S-XL
    (Bildquelle: gardena.com)

Universalschere, auch Gartenallzweckschere

  • für den Beschnitt von kleinen Büschen, Sträuchern und Blumen mit dünnen Ästen bzw. Stängeln
  • funktioniert mechanisch

Rasentrimmer, Motorsense, Freischneider

  • zum Mähen von Gras, Pflanzen mit dickeren Stängeln und dichtem Bewuchs; arbeitet im Freischnittverfahren ohne Gegenschneide
  • benzin- oder elektrisch angetriebener Motor (Strom und Akku)
  • Rasentrimmer/Motorsense: zwei Nylonmesser oder Kunststoffklingen rotieren so schnell, dass sie die Grashalme abschlagen bzw. abtrennen
  • Motorsense/Freischneider: Fadenkopf oder Schneidwerkzeug mit Metallmesser (zweischneidiges Grasschneideblatt oder Dickichtmesser) rotieren so schnell, dass sie das Mähgut abschneiden

    Rasentrimmer von Wolf-Garten mit der Testnote „Sehr gut“: 72V Li-Ion Power 30 T
    (Bildquelle: wolf-garten.com)

Multifunktionsschneider

  • Set aus verschiedenen Scheren und Sensen (Inhalt kann variieren)
  • Antrieb: Benzin, Strom oder Akku

    Fuxtec-Multifunktionsschneider FX-MT 152
    (Bildquelle: fuxtec.de)

Baumschneider

  • vom Prinzip her ein Astschneider an einem Teleskoparm
  • die Schneide wird in der Regel per Seilzug bedient

    Baumschneider Gardena StarCut 410 plus
    (Bildquelle: gardena.com)

Autor: Katrin

Produktwissen und weitere Tests zu Scheren & Sensen

Stark, Schnitt für Schnitt Heimwerker Praxis 4/2014 - Eine leistungsfähige Gartenschere ist für jeden Gärtner - ob Hobbyist oder Profi - absolut unverzichtbar. Wir haben eine Schere von Barnel für Sie getestet. Eine Bypass-Gartenschere befand sich im Einzeltest und erhielt das Urteil 1,5. Schnitt, Bedienung und Ausstattung zog man als Bewertungskriterien heran.

Schnipp-schnapp! Heimwerker Praxis 1/2015 - Für leichte Schnittarbeiten im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon sind normale Gartenscheren oft eine Nummer zu groß. Die Wunderschere von Gartenprimus erledigt leichte Schnitte schnell und präzise. Geprüft wurde ein Gartenschere, der mit der Note 1,6 abschnitt. Als Testkriterien dienten Funktion, Bedienung und Ausstattung.

Starke Schneide Heimwerker Praxis 6/2011 - Äste bis zu 25 Millimeter Durchmesser haben bei dieser Schere kaum eine Chance.

Bypass-Scheren im Test selber machen 4/2018 - Fragt sich nur, mit welcher Schere. Wir haben acht Bypass-Scheren getestet. Dieser Scherentyp ist ideal für den Zuschnitt von grünen Trieben und frischen Zweigen. Der Vorteil gegenüber Amboss-Scheren ist der saubere Schnitt mit zwei Klingen. Amboss-Scheren haben nur eine Schneide, die auf eine relativ breite Ambossfläche trifft. Dabei hinterlässt sie oft Quetschspuren an Rinde und Holz. Mit Bypass-Scheren braucht man dafür etwas mehr Kraft, um dickere Zweige zu schneiden.

Kabellos zum besten Schnitt Konsument 9/2017 - Dank leistungsfähiger Lithium-Akkus geht der Trend heute eindeutig in Richtung kabellose Heckenscheren. Umso erfreulicher, dass sich das Niveau seit unserem letzten Test deutlich verbessert hat.

Mähen und bohren selber machen 9/2017 - Mit dem Akku-Rasentrimmer FSA 45 erweitert Stihl die Profi-Produktpalette um ein Heimwerker-Gerät. Der Trimmer ist laut Hersteller für "kleine Gärten" ausgelegt. Mehr als Rasenkanten und mittelhohes Gras ist ihm auch nicht zuzumuten. Die Kunststoffmesser stocken, sobald man den Boden berührt oder zu schnell über ein dichtes Grasbüschel fährt. Der fest verbaute 18-V-Akku ist nach etwa 15 Minuten leer und muss knapp zwei Stunden wieder aufgeladen werden.

Benachrichtigung Wir benachrichtigen Sie kostenlos bei neuen Tests zum Thema Scheren & Sensen.

Scheren & Sensen

Kleine Gartenscheren sind beliebte Allzweckhelfer, während sich Heckenscheren, die in der Regel elektrisch oder seltener mit Benzin betrieben werden, vor allem für größere Flächen eignen. Bei ausgewachsenen Bäumen empfehlen sich Teleskopsägen und Astscheren mit Seilzug. Den Rasen trimmt man mit einer Motorsense oder einer Grasschere. Wer sich die Arbeit im Garten erleichtern will, hat die Auswahl unter zahlreichem Gartengerät. So gibt es für das Beschneiden von Bäumen, Hecken, Büschen, Sträuchern und Rasenkanten unterschiedlichste Hilfsmittel. Die Gartenschere nimmt eine besondere Stellung ein, denn oft wird sie bei verschiedene Arbeiten als Universalwerkzeug eingesetzt. Mit ihr knipst man einzelne Triebe von Büschen und nicht zu dicken Ästen ab, sie ist also das Werkzeug für die Feinarbeit. Gröbere Arbeiten erledigt man besser mit einer elektrischen Heckenschere, die dank ineinander greifender Sägeblätter wesentlich mehr Kraft entwickelt und auch für größere Flächen geeignet ist. Außerdem sind Teleskopsägen im Handel erhältlich, mit denen der Zuwachs selbst an höher gewachsenen Hecken problemlos getrimmt werden kann. Die Grenzen zum Baumschneidegerät sind fließend. Bei Letztgenannten empfiehlt sich statt einer Säge eher die herkömmliche Scherenkonstruktion, die meist über einen Seilzug bedient wird, genug Schneidekraft hat und die Äste entsprechend mühelos zertrennt, während man Sägen - auch elektrisch betriebene – recht lange an einer Stelle fixieren muss, damit sie sich durch das Holz fräsen. Wer schon einmal einen drei Meter langen Stab mit erhöhtem Gewicht am oberen Ende über dem Kopf balanciert hat, kennt das Problem. Multifunktionsgeräte wiederum bieten elektrische Sägeblätter, die etwas kürzer gehalten sind, was die Handlichkeit erhöht. Beim Beschneiden kleiner Büsche und Hecken sind solche Geräte besonders praktisch. Soll ein höher gelegener Punkt erreicht werden, besorgt man sich einen Teleskopstab zum Ausziehen. Von Nachteil ist die verkürzte Schneide, die zwar der Handlichkeit dient, dafür jedoch die Arbeit in die Länge zieht und bei großen Flächen nur selten ein gleichmäßiges Ergebnis liefert. Wer dagegen seinen Rasen trimmen will, greift zur Rasenschere, zum Rasentrimmer oder zur Motorsense, wobei sich Rasentrimmer und Motorsense aufrecht stehend und folglich rückenschonend betreiben lassen.