Der Schwingschleifer wurde in der letzten Zeit mehr und mehr vom Exzenterschleifer abgelöst, denn dieser arbeitet noch etwas effektiver. Im Gegensatz zum Exzenterschleifer bewegt sich der Schwingschleifer nur in zwei Dimensionen, vorwärts und seitwärts. Er ist deshalb nur auf geraden Flächen einsetzbar.

Funktionsweise und Vorteile

Die Funktionsweise des Schwingschleifers ähnelt in gewisser Weise der des Exzenterschleifers. Sein Schleiffortschritt ist allerdings etwas geringer, was unter anderem an den Bewegungen liegt. Der Vorteil aber wird deutlich, wenn Ecken geschliffen werden sollen; dann hat man nämlich mit einem runden Exzenterschleifer schlechte Karten. Mit dem Schwingschleifer hingegen gelangt man wegen seiner Rechteckform auch dort sehr gut hinein.

Leistung

Die Leistung eines gängigen Schwingschleifers liegt bei rund 200 bis 400 Watt. Ein bedeutender Wert für die Leistung des Schwingschleifers ist die Schwingzahl, die bei etwa 11.000 Umdrehungen pro Minute liegen sollte. Eine regulierbare Leistung ist dann von Vorteil, wenn nicht nur Holz geschliffen werden soll. So kann die Schleifgeschwindigkeit auf die Art des Materials abgestimmt werden. Kunststoff oder Lacke werden beispielsweise bei einer niedrigen Schwingzahl weniger schnell heiß und schonen so das Schleifpapier. Ein weiteres Auswahlkriterium beim Kauf eines Schwingschleifers ist der Durchmesser des Schwingkreises. Je größer der Schwingkreisdurchmesser, desto stärker ist auch der Abtrag. Allerdings ist das Ergebnis auch nicht so gleichmäßig und fein.

Weitere Auswahlkritereien

Auch bei einem Schwingschleifer sollte man auf das Gerätegewicht achten. Ein schweres Gerät forciert die Ermüdung des Armes. Zudem sollte der Schleifer eine Staubfangvorrichtung haben, was bei den meisten Modellen der Fall ist. Sie sind aber häufig nicht sehr effektiv. Meist besteht die Möglichkeit, einen Staubsauger anzuschließen. Hier sollte aber auf die Kompatibilität des Anschlusses und des Staubsaugers geachtet werden.

von Judith-Helen Sengespeik