Mit einer Benzin-Kettensäge können schwere Sägearbeiten wie das Fällen von Bäumen durchgeführt werden. Sie wird unter anderem professionell in der Forst- und Landwirtschaft eingesetzt. Auch die Feuerwehr benutzt Benzinmotorsägen bei Havarie-Einsätzen und Künstler schneiden mit ihnen die grobe Form in den Holzblock, bevor es an die Feinarbeit geht. Für den Heimwerker ist sie bei der Verrichtung der Gartenarbeit von Nutzen. Benziner zeichnen sich durch viel Leistung und Kraft aus, allerdings benötigen sie auch mehr Pflege. Nach jedem Gerbauch müssen sie richtig gereinigt, die Kette nachgezogen und der Ölstand kontrolliert werden.

Leistungsdaten einer Benzin-Kettensäge

Beim Kauf einer Benzin-Kettensäge ist der Vergleich des Hubraums, der Drehzahl und der Leistung in Kilowatt wichtig. Über diese Daten erfährt man wie leistungsstark das Gerät ist. Ein großer Hubraum sorgt auch für eine größere Leistung, umso mehr Benzin benötigt die Maschine aber auch. Zwar ist die Durchzugskraft eines größeren Motors besser, aber bei einer sehr hohen Drehzahl, kann der Motor wiederum etwas kleiner sein und damit günstiger im Verbrauch. Kleine Benzin-Kettensägen haben einen Hubraum von etwa 20 Kubikzentimetern und eine Leistung um die 700 Watt. Oft haben diese Einsteiger-Modelle eine kleine 25 Zentimeter lange Schneidegarnitur und eignen sich eher zum Schneiden von Totholz oder für Rückschnittarbeiten. Profi-Geräte haben schon ordentlich mehr Kraft. Die ist auch nötig, um Bäume zu fällen. Dabei ist selbst ein Hubraum von 35 bis 55 Kubikzentimetern und eine Leistung von etwa 1.200 bis 3.500 Watt keine Seltenheit. Kombiniert wird das Ganze dann gern mit einer maximalen Drehzahl von 9.000 bis 12.000 Umdrehungen in der Minute. Spitzenleistungen können mit einem Hubraum von 90 Kubikmetern und einer Leistung von 5.000 Watt erbracht werden.

Weitere Parameter

Ein Vergleich der Schwertgrößen und somit der Schnittlängen ist zu empfehlen. Mit den meisten Schwertern erreicht man Schnitte zwischen 35 und 55 Zentimetern. Große Schwerter können durchaus auch 75 Zentimeter lang sein. Die Kettengeschwindigkeit zu vergleichen ist ebenfalls lohnenswert. Bei einem Benziner sind 16 bis zu 28 Meter pro Sekunde durchaus möglich. Eine hohe Kettengeschwindigkeit sorgt für schnelle Schnitte und kann die Leistung eines schwächeren Motors etwas ausgleichen. Wenn man im eigenen Garten arbeitet und dieser bewohnte Nachbargrundstücke hat, ist gegebenenfalls entscheidend, welche Geräuschentwicklung entsteht. Die größte Maschine muss dabei nicht die lauteste sein. Die meisten Benzin-Kettensägen werden sich in einem Spektrum von 95 bis 105 Dezibel bewegen. Damit entsprechen sie einer Lautstärke, die in einer Diskothek einem Meter vor dem Lautsprecher vorherrscht. Für manchen ist auch das Gewicht entscheidend. Kleine Geräte wiegen gerade mal 2,5 Kilogramm, die größten Benzin-Kettensägen können schnell ein Gewicht von acht bis neun Kilogramm haben. Die meisten Benziner werden um die vier bis fünf Kilogramm wiegen. Auch die Anschaffungskosten sollten letztendlich berücksichtigt werden. Für kleinere Geräte investiert man gerade mal 80 Euro. In der Regel muss man aber mit 170 bis 400 Talern rechnen. Profigeräte können auch einen vierstelligen Betrag erreichen.

Fazit

Nicht immer ist die größte Maschine die beste oder für den Heimwerker unbedingt nötig. Wenn man nur häufiger Bäume stutzen möchte, kann man auf Geräte mit einer kleineren Leistung zurückgreifen. Da diese weniger Abgase produzieren, schont man damit die Umwelt. Gerade bei sehr kleinen Ästen kann sogar eine Akku-Kettensäge die bessere Wahl sein. Sind mit der Kettensäge jedoch dicke Bäume zu fällen oder ist damit Beton zu schneiden, muss dringend auf einen großen Hubraum und eine hohe Leistung geachtet werden. Wer allerdings Arbeiten auch im Haus durchführen will, muss, aufgrund der Abgasentwicklung, auf eine Kettensäge mit einem Elektromotor zurückgreifen.

Autor: Marie M.