Kapp-Zug-Sägen im Test Saubere Winkel sind mit einer Kapp-Zug-Säge sehr einfach zu meistern. Aber geizen sollte man beim Kauf dieser Werkzeuge nicht, so der Test des Magazins ''selber machen''. Vier Kapp-Zug-Sägen mit Schnittlinien-Laser traten im Test an, zwei günstige für unter 200 Euro und zwei wesentlich teurere. Das bessere Ergebnis erreichten erwartungsgemäß die teuren Modelle, die günstigen erzeugten ein unsauberes Schnittbild.

Alle vier Sägen musste dieselben Aufgaben erledigen – es musste unter anderem Hart- und Weichholz gesägt werden. Schnittwinkel, Schnittflächen und Schnittkanten wurden beurteilt. Zusätzlich wurden die Geräte in einem Labor untersucht. Hier wurde die Handhabung bewertet und die Lautstärke der Sägen gemessen.

Ein sehr wichtiges Kriterium bei einer Kapp-Zug-Säge ist die Genauigkeit der Winkel-Einstellung, denn nur, wenn eine exakte Einstellung möglich ist, wird auch der Schnitt perfekt. Generell war das erkennen der Laser-Markierung bei Tageslicht schwierig, selbst beim teuren Testsieger Festool Kapex KS 120 E. Die Einstellungen konnten bei der Säge aber einfach vorgenommen werden. Insgesamt schnitt die Säge sehr gut ab, überzeugte unter anderem durch die große Anzeige und die präzisen Schnitte. Allerdings kostet das Gerät stolze 1270 Euro. Auf den zweiten Platz schaffte es die Bosch PCM 8 S. Sie konnte die Tester in der Praxis überzeugen – die Winkelgenauigkeit war gut und auch bei den Schnittflächen leistete sie saubere Arbeit. Sogar für den Möbelbau ist die rund 380 Euro teure Bosch laut Test geeignet.

Wer weniger tief in die Tasche greifen will, ist mit der Matabo KGS216 gut bedient. Sie kostet rund 180 Euro und wurde von den Testern zum Preis-Tipp gekürt. Die Metabo konnte Winkel recht genau sägen, ist aber laut Test ungeeignet für saubere Schnitte, da bei Hartholz und Laminat die Schnittflächen ausrissen. Das ist ein generelles Problem der günstigen Sägen, so die Testredakteure. Die mitgelieferten Sägeblätter sind durch die geringere Anzahl an Zähnen recht grob und erzeuigen dadurch kein sauberes Schnittbild. Wer sich eine günstige Säge zulegt, sollte also in ein zusätzliches Sägeblatt investieren.

Den kompletten Testbericht lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der ''selber machen''. Eine Übersicht über die vier getesteten Kapp-Zug-Sägen sowie ein kurzes Testfazit finden Sie hier.

Autor: Judith-H.