Microsoft Natural Ergonomic Keyboard Ergonomische Tastaturen fördern eine natürliche Handposition, sind aber für Ungeübte gewöhnungsbedürftig (Bildquelle: amazon.de)

Wodurch zeichnen sich die besten Tastaturen in Tests aus?

Wenn Testmagazine einen Tastaturen-Vergleich aufstellen, stehen oft ähnliche Dinge im Fokus der Tester. Diese sind jedoch an den generellen Typ gebunden: Während Office-Tastaturen durch ihre Einfachheit und guten Tasteneigenschaften wie ein schönes Tippgefühl bestechen, zeichnen sich teure Tastaturen zum Gaming durch Sonderfunktionen aus. So gut wie alle Gaming-Modelle haben mittlerweile eine per Software programmierbare Beleuchtung, die in vielen Fällen mit weiteren Geräten desselben Herstellers synchronisierbar ist. Besonders finden festlegbare Makros sowie programmierbare Spezialtasten Anklang in Tests. Die besten Tastaturen sind also langlebig, angenehm beim Tippen und sind stark ausgestattet. Zur Ausstattung zählen gleichermaßen auch im Idealfall Tasten zur Mediensteuerung sowie eine Handballenauflage, die den Bedienkomfort massiv erhöht und in Tests regelmäßig Erwähnung findet. Tastaturen ohne Handballenauflage lassen sich allerdings notfalls auch durch eine separate Handballenauflage ergonomischer machen.
Neben Gaming-Tastaturen und herkömmlichen Büro-Tastenbrettern  werden gelegentlich auch ergonomische Tastaturen und kompakte Modelle geprüft. Der ausschlaggebende Faktor bei der Bewertung einer Tastatur ist der Bedienkomfort. Die Tasten müssen zuverlässig reagieren, das Layout sollte auch blindes Tippen ohne große Umgewöhnung zulassen und das Auslösen einer Taste sollte sich bemerkbar machen. Die Bauart der Tasten ist für die Wertung meist unerheblich, da jede Form von flachen Chiclet-Tasten bis hin zu laut klackernden mechanischen Schaltern ihre eigenen Vorzüge und Fans hat. Da die Haltbarkeit einer Tastatur sich nur schwer in einem kurzen Zeitrahmen testen lässt, wird die Qualität von den meisten Redakteuren anhand der Verarbeitungsqualität und den verwendeten Materialien eingeschätzt. Eingravierte Tastenbeschriftungen, gummierte Oberflächen, Gehäuse aus hochwertigem Kunststoff oder Metall – solche Extravaganzen stehen hoch in der Gunst der Tester.

Häufig finden sich Logitech-Tastaturen in den Bestenlisten der Top-Modelle. Tatsächlich ist Logitech einer der wenigen Hersteller, dem es gelingt, viele Arten von Tastaturen zu produzieren, die alle für sich von hervorragender Qualität sind. Dabei finden Sie im Portfolio Gaming-Tastaturen wie die Logitech G613, aber auch edle Standardmodelle, die auf dem Schreibtisch einiges hermachen – wie die KN870.

Querschnitt mechanische Tasten Mechanische Tasten sind komplexer konstruiert und weitaus länger haltbar als die üblichen Schalter mit Gummikuppel. Sie finden sich oft in Gaming-Tastaturen. (Bildquelle: steelseries.com)

Wann sollte ich zu einer kabellosen Tastatur greifen?

Eine kabellose Tastatur erspart einerseits unschönen Kabelsalat auf dem Schreibtisch. Außerdem kann eine solche Tastatur zum Beispiel auch vom Wohnzimmertisch aus besser genutzt werden. Daher eignen sich kabellose Bluetooth-Modelle auch, um einen Smart-TV von dem Sofa aus zu bedienen. Wichtig: Prüfen Sie vor dem Kauf unbedingt, ob die gewünschte Tastatur mit Ihrem Smart-TV kompatibel ist. Mit dieser kabellosen Freiheit geht eine Abhängigkeit von Akkus und Batterien einher. Gewöhnlicherweise halten Tastaturen im Batteriebetrieb aber mehrere Monate problemlos durch, auch bei täglicher Nutzung. Kabellose Tastaturen setzen entweder auf Bluetooth oder ein Funksignal. Letzteres ist etwas störanfälliger, dafür ist die Reichweite aber höher. Eine Eingabeverzögerung ist mit den modernen Datenübertragungstechniken nicht mehr bemerkbar.

Sind die besten Gaming-Tastaturen ihr Geld wert?

Gaming-Tastaturen sind in der Regel optisch auffällig gestaltet und bieten variable RGB-Beleuchtungen. Teurere Exemplare setzen zudem auf mechanische Schalter, die eine besonders lange Haltbarkeit versprechen. Unterschied: Im Vergleich zu herkömmlichen Membrantasten, bei denen ein sogenannter Rubberdome über den Schaltern als Auslöser dient, sind mechanische Schalter sehr viel Präziser, da sie einen klaren Druckpunkt aufweisen und Sie es spüren, wenn die Taste auslöst. Nachteil dessen ist jedoch, dass diese Mechanik mitunter sehr laut ist. Für Vieltipper im Büro ist das denkbar ungeeignet. Zwar existieren auch mechanische Schaltertypen, die ein lineares Feedback geben, dieses ist aber dennoch mit einem hör- und spürbaren Klick verbunden. Viele Gaming-Hersteller konfigurieren die mechanischen Tasten so, dass sie möglichst schnell auslösen und nicht zu weit durchgedrückt werden müssen. Hinzu kommen Sonderfunktionen wie die Aufzeichnung von Tastenkombinationen für Einzeltasten (Makros), wechselbare Profile sowie eigene Mediensteuerungstasten. Im Tastaturen-Vergleich haben mechanische Modelle also ihre klaren Vorzüge bei Aktivitäten, bei denen es auf Schnelligkeit und Präzision ankommt – Membrantastaturen sind dafür leiser und meist auch flacher gebaut.

Lohnt es sich, Mäuse und Tastaturen vom selben Hersteller zu kaufen?

Prinzipiell ist es egal, ob Sie eine Tastatur von Logitech zusammen mit einer Razer-Maus verwenden. Doch vor allem Gaming-Modelle setzen stark auf Beleuchtung und Synchronisation. Diese existiert nur, wenn Sie Peripherie desselben Herstellers verwenden. So können Sie beispielsweise mittels Razer Chroma die Beleuchtung der Razer-Maus mit der Razer-Tastatur koppeln, sodass alles im Einklang leuchtet. Asus nutzt dafür den Begriff Aura Sync, während Logitech von Light Sync spricht. Wenn Sie keine Gaming-Ambitionen haben und dennoch gerne eine passende Maus zu Ihrer Tastatur nutzen wollen, könnte ein Blick auf die besten Maus- und Tastatur-Sets hilfreich sein.

Aufgepasst beim Online-Kauf!

Wenn Sie sich dazu entschließen, Ihre neue Tastatur bei einem Onlineshop zu bestellen, sollten Sie unbedingt sichergehen, dass die Tastatur das richtige Sprach-Layout nutzt. Denn auch im deutschen Onlinehandel tummeln sich beispielsweise italienische oder französische Modelle. Deutschsprachige Tastaturen benutzen das sogenannte QWERTZ-Layout. QWERTZ steht dabei für die erste Buchstabenreihe neben der Tabulator-Taste. Ein englischsprachiges Modell nutzt so beispielsweise QWERTY und hat keine eigenen Tasten für die Umlaute Ä, Ö und Ü.