top-test-blu-ray_2Vom Ende des Formatkriegs zwischen HD-DVD und Blu-ray profitiert der Kunde in zweierlei Hinsicht: Zum einen vereinfacht es die Kaufentscheidung, zum anderen sind die Gerätepreise rapide gesunken. Mittlerweile bekommt man Blu-ray-Player schon für unter 200 Euro. Die Zeitschrift „Audiovision“ hat sieben Modelle bis 400 Euro getestet. Drei verdienen sich eine Empfehlung in Sachen Stromverbrauch, für einen Kandidaten reicht es zur Referenzklasse.

Die Referenz von Panasonic, der DMP-BD80, wartet mit einer besonderen Funktion auf: Per LAN-Anschluss und Viera Cast hat man Zugriff auf YouTube und Picasa, in naher Zukunft sollen die Tagesschau und weitere Dienste folgen. Doch auch sonst gibt sich der Player in Sachen Multimedia keine Blöße: Er spielt AVCHD-Videos und JPEG-Fotos per SDHC-Karte, von einer CD oder DVD. MP3- und DivX-Dateien spielt er ebenfalls, allerdings nur über das Laufwerk. Das Laufwerk selbst bleibt im Betrieb stets präsent, auch wenn Drehzahl und Geräuschpegel einige Minuten nach dem Start zurückgehen. Bei DVDs und hier im „Film-Modus“ zeigt der Panasonic scharfe, plastische und eindrucksvolle Bilder. Leider wechselt der Player beim Einlegen einer neuen Scheibe ständig in den schlechteren „Auto-Modus“ - nach Meinung der Redaktion ist das ausgesprochen lästig. Die Bildqualität von Blu-ray-Filmen ist bei aktiviertem 24p-Modus ruckel- und flimmerfrei, obendrein stehen diverse Videoregler bereit, mit denen man dem Ausgangsmaterial zu Leibe rücken kann. Auch die beiden digitalen Rauschfilter arbeiten sehr effektiv. Beim De-Interlacing konnte man nur dann Flimmereffekte erkennen, wenn eine besonders „knifflige“ respektive langsam diagonal bewegte Szene eingespielt wurde. Auch der Sound lässt keine Wünsche offen. Schlussendlich verdient sich das Gerät noch eine Empfehlung in Sachen Leistungsaufnahme: Im Betrieb verbraucht der Player nur 14,9 Watt, im Standby sind es 0,3 Watt. Entscheidet man sich allerdings für den Schnellstart-Modus, dann erhöht sich der Standby-Verbrauch auf fünf Watt.

Als Stromsparer entpuppt sich auch der BD 370 von LG Electronics. Er verbraucht im Betrieb 13,9 Watt und im Standby 0,4 Watt. Wie der Panasonic spielt das Gerät YouTube-Videos und BD-Live-Features aus dem Internet, zusätzliche Dienste werden nicht unterstützt. Er gibt DivX-, AVCHD-Videos, MP3-Musik und Fotos wieder. Lob verdient er sich in dieser Disziplin wegen der kurzen Ladezeiten, wobei HD-Videos im Test und über den USB-Eingang nur im H.246-Format funktionierten. Auf der Haben-Seite verbucht das Gerät außerdem schnelle Startzeiten, einen lüfterlosen Betrieb, ein gutes Vollbild bei Blu-ray-Filmen und ein ordentliches De-Interlacing bei 1080/60i. Die DVD-Wiedergabe ist ebenfalls gut, wenngleich die Qualität der Skalierung nicht ganz das Niveau der Konkurrenz erreicht.

Der letzte Stromsparer dieses Vergleichs kommt von Sony. So verbraucht auch der BDP-S360 im Betrieb lediglich zwölf Watt und im Standby nur 0,15 Watt. Der Player beherrscht die Wiedergabe von MP3- und AVCHD-Dateien, DivX decodiert er zur Zeit noch nicht. Abzüge gibt es außerdem für die fehlenden Kompatibilität mit USB-Speichern. Nahezu perfekt fand man die Qualität der Blu-ray-Bilder, begleitet von einem „klangstarken“ Bitstreamton. DVD-Filme präsentiert der Sony nur dann flimmerfrei, wenn ein Vollbildmarker auf der Scheibe das De-Interlacing erleichtert.

Wirklich enttäuscht hat kein Kandidat. In Sachen Leistungsaufnahme verdienen sich sogar drei Kandidaten das Prädikat „Stromsparer“. In die Referenzklasse – mindestens 90 von 100 Punkten – schafft es allerdings nur der Panasonic.