DVD-Player: Video- und Audio-Schnittstellen

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ratgeber_dvd2In fast allen Heimkinos gehört ein DVD-Player zur Grundausstattung. Die Geräte sind bezahlbar, bieten eine hervorragende Bild- und Tonqualität und kommen neben Video-DVDs für gewöhnlich auch mit Audio-CDs und diversen Multimedia-Dateien zurecht. Doch wie verbindet man den Player mit Fernseher und Stereoanlage? Über welche Schnittstellen erzielt man die besten Ergebnisse?

Analoge Schnittstellen

Man unterscheidet analoge und digitale Schnittstellen. Wer einen älteren Fernseher besitzt, greift zu den analogen Formen Composite-Video, S-Video, RGB, YUV-Komponente oder Scart. Bei Composite-Video werden alle Bildinformationen über einen einzigen Kanal zum Fernseher geschickt, die Qualität ist eher bescheiden. Bessere Ergebnisse erzielt man mit S-Video und RGB, denn hier werden Helligkeits- und Farbsignale (S-Video) beziehungsweise die Farben rot, grün und blau (RGB) getrennt voneinander ausgegeben. Auch im YUV-Modus werden die Bildsignale – ähnlich wie im RGB-Modus - über drei Kanäle transportiert, und zwar getrennt nach Helligkeit und Farbe (Rot und Blau). Der YUV-Komponenten-Anschluss eignet sich sowohl für Vollbilder (p, progressive) als auch für Halbbilder (i, interlaced). Um die Verbindung zwischen den Geräten zu vereinfachen, fasst der mehrpolige Scart-Stecker verschiedene analoge Signalformen zusammen. Je nach Steckerbelegung lassen sich Composite-Video-, S-Video- oder RGB-Signale übertragen, bei neueren Modellen zum Teil auch YUV-Signale. Gleichzeitig wird über das Scart-Kabel der Ton ausgegeben.

Digitale Schnittstellen

Bei den digitalen Schnittstellen wird zwischen DVI und HDMI unterschieden. Über diese Schnittstellen erreicht man bei Projektoren und Flachbildfernsehern die besten Ergebnisse. Viele DVD-Player mit HDMI-Anschluss sind mittlerweile in der Lage, das Standardsignal einer DVD auf bis zu 1080p (Vollbilder) hochzurechnen (Upscaling). Im Gegensatz zur DVI-Verbindung lassen sich über den HDMI-Ausgang übrigens nicht nur die Videosignale, sondern auch die verschiedenen Audiosignale übertragen. Um die Tonformate Dolby Digital und DTS an einen Surround-Receiver ohne HDMI-Eingang weiterzuleiten, empfiehlt sich alternativ die Verbindung mittels optischem beziehungsweise koaxialem Digitalausgang. Voraussetzung ist natürlich, dass der Receiver passende Decoder an Bord hat. Teilweise besitzen die Player auch eigene Decoder und leiten das Signal über einen analogen Mehrkanalausgang zum Receiver. Wer auf Surround-Sound verzichten kann und den DVD-Player mit Stereoanlage oder Fernseher verbinden will, der nutzt die analogen Cinch-Buchsen.

Autor: Jens