top-test-2-blu-ray-anlagen_1Man kennt das schon: Flachbildfernseher liefern grandiose Bilder, können beim Ton allerdings nicht wirklich überzeugen. Hier lohnt der Blick zur Blu-ray-Heimkinoanlage. Mit ihr bringt man HD-Filme auf den Bildschirm und den Sound in ordentlicher Qualität in den Raum. Die Zeitschrift „Audio Video Foto Bild“ hat zwei dieser Komplettanlagen getestet und kürt das Modell von Samsung zum Sieger.

Bei der Installation der Panasonic SC-BTX70 und den grundlegenden Einstellungen wird man von einem Assistenten begleitet. Wirklich formatfreudig ist die Zweitplatzierte leider nicht, denn außer Blu-ray-, DVD- und DivX-Filmen sowie Recorder-Aufnahmen werden keine Multimedia-Videos abgespielt. Auf WMV, MPEG, VCD oder AVCHD muss man verzichten. Auch bei den eher exotischen Musik-Formaten wie OGG, SACD, DVD-Audio oder WMA muss die Anlage passen. Kritik gibt es obendrein für die lange Einlesezeit einer Blu-ray-Disc, hier braucht die SC-BTX70 eine halbe Minute. Mit an Bord ist ein integriertes Dock für den iPod, allerdings ist der Stellplatz hinter der Frontblende etwas knapp bemessen: Nur der kleine iPod nano lässt sich problemlos aus dem Dock entfernen, während iPhone und iPod touch das Dock voll ausfüllen und insofern eher schlecht zu greifen sind. Die Steuerung der Apple-Player läuft über das Bildschirmmenü des Fernsehers, Alben-Cover werden leider nicht angezeigt. Pluspunkte gibt es für den USB-Schacht zur Multimediawiedergabe und für den LAN-Anschluss, über den man BD-Live-Inhalte aus dem Netz lädt. Im Hörtest brachten die kleinen Boxen zwar eine ordentliche Lautstärke zustande, leider klingt das Ergebnis recht schrill und der Bass etwas dumpf. Bei der Bildqualität gibt sich die Anlage keine Blöße, hier spricht man von „knackscharfen Bildern und natürlichen Farben“.

Die Lautsprecher der Samsung HT-BD7200 liefern einen vergleichsweise ausgewogenen und kraftvollen Klang, dennoch ließ sich eine leichte Tendenz zur verfärbten und dröhnenden Wiedergabe nicht überhören. Man sollte außerdem darauf achten, dass die Mitten der Lautsprechersäulen in Höhe der Ohren sind, ansonsten klingt das Ergebnis dumpf. Lob verdient sich das dezente Spiel des Subwoofers. Bei der Bildqualität sind beide Anlagen auf Augenhöhe, allerdings hat die Samsung im Gegensatz zur Panasonic einen Komponentenanschluss vorzuweisen. Die Installation klappt dank übersichtlicher Menüführung auch ohne Assistenten problemlos. Bei den unterstützten Bild- und Tonformaten ist die Samsung genauso wählerisch wie die Panasonic, dafür kann sie Musik nicht nur über das Laufwerk, per USB oder vom iPod abspielen, sondern außerdem per Bluetooth auf Musik von Mobiltelefonen oder Notebooks zugreifen. Bei der Wiedergabe über das iPod-Dock hätte man sich auch hier eine Anzeige der Albencover gewünscht. Samsung hat einen LAN-Anschluss für BD-Live integriert, auf Wunsch greift die Anlage sogar per optionalem WLAN-Adapter (99 Euro) auf das Netz zu. Fotos vom iPod ließen sich leider nicht über den Fernseher anschauen, hier muss sich die Samsung der Panasonic geschlagen geben.

Beide Anlagen schaffen nur ein „befriedigendes“ Gesamtergebnis. Mit einer Note von 2,78 hat Samsung letzten Endes die Nase vorn, wobei sich die Panasonic (3,06) vor allem wegen ihres schlechteren Klangs geschlagen geben muss.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens