top-test-4-heimkinoanlagenMit einer Heimkinoanlage kauft man mehre Einzelkomponenten auf einmal. Die Geräte spielen, verstärken und liefern auch gleich das passende Boxenset mit. Obendrein benötigen die kompakten Systeme nur wenig Platz und lassen sich in kürzester Zeit aufstellen. Die Zeitschrift „SFT“ hat vier Modelle getestet und kürt den Kandidaten von Pioneer zum Sieger.

Als einziges Set dieses Vergleichs liefert das LX03 von Pioneer echten Surround-Sound. So lassen sich die sechs Satellitenboxen entweder im 2.1-, im 3.1- oder im 5.1-Kanal-Betrieb nutzen. Dabei soll der Subwoofer nach Aussage der Redaktion hervorragend auf die Lautsprecher abgestimmt sein. Während das System in Sachen Klang keinerlei Anlass zur Kritik bot, ist man von der Videowiedergabe nicht restlos überzeugt: Zwar bescheinigt man den hochskalierten Bildern einer DVD eine gute Schärfe und satte Farben, gleichzeitig nahm man jedoch dezente Ruckler bei schnellen Szenen wahr. Moniert wird außerdem die Frontklappe, hinter der sich das Laufwerk, der USB-Anschluss und die Kopfhörerbuchse verstecken. Die im Betrieb ständig geöffnete Platte ginge auf Kosten der ansonsten sehr gelungenen Optik. Lob gibt es dann wieder für die vielen Anschlussmöglichkeiten. So wurden unter anderem zwei HDMI-Eingänge und ein -Ausgang sowie jeweils zwei optische und koaxiale Digitaleingänge integriert. Außerdem kann man seinen iPod direkt an die LX03 anschließen, beim Rest des Testfelds funktioniert das nur mit einer optionalen Dockingstation.

Das gilt auch für die Impaq 500 von Teufel. Dafür darf sich der potentielle Kunde auf ein besonders leistungsstarkes Set freuen, mit dem sich auch größere Wohnungen problemlos beschallen lassen. Insofern hat sich der Berliner Boxenspezialist wohl nicht ohne Grund für zwei Standlautsprecher entschieden, die von einem kräftigen Subwoofer begleitet werden. Allerdings spielt sich Letztgenannter bei niedriger Lautstärke und ohne manuelle Kontrolle etwas in den Vordergrund. Insgesamt soll das Klangbild aber sehr ausgewogen sein, wobei die Impaq 500 ihre wahre Größe vor allem bei höheren Pegeln zeigt. Ähnlich überzeugend fand man die Qualität der Bilder. Die dezenten Fehler beim Upscaling bezeichnet man als „vernachlässigbar“. Kritik gibt es für den virtuellen Surround-Sound, der in Tiefe und Präsenz nicht mit einem echten Mehrkanalsystem mithalten kann. Auch das unübersichtliche Layout der Fernbedienung fand man eher gewöhungsbedürftig. Anschlussseitig gibt sich die Heimkinoanlage dann aber keine Blöße, alle gängigen analogen und digitalen Schnittstellen sind mit an Bord.

Mit einer Gesamtnote von 1,6 ist das Set von Teufel dem Testsieger von Pioneer (1,4) zwar nur knapp unterlegen, wer allerdings Wert auf echten Rundumklang legt, der sollte sich in jedem Fall für das LX03 entscheiden.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens