Einem Flachbildschirm entlockt man mit der Blu-Ray zur Zeit noch die besten Ergebnisse. Praktisch, wenn man dem neuen und akustisch meist etwas müden Fernseher nicht nur einen Player, sondern gleich ein komplettes Heimkinosystem inklusive Lautsprecher zur Seite stellen kann. Die Zeitschrift „Digital Tested“ hat drei dieser Sets auf Benutzerfreundlichkeit, Ausstattung, Bildqualität und Klang untersucht und kürt das Modell von Panasonic zum Testsieger.

Wer partout auf echten Surround-Sound verzichten will, der ist mit dem NX-BD3 von JVC sicher nicht schlecht beraten. Allen anderen, die vielleicht irgendwann zum Rundumklang mit mehreren Lautsprechern wechseln wollen, rät die Redaktion von diesem 2.1-System ab: Zwar ist der Stereoklang erstaunlich gut und weit gefächert (es bietet sich sogar die Möglichkeit, über verschiedene Surround-Modi Rundumklang zu simulieren), trotzdem erreicht das System nicht die Dichte und das Volumen von Mehrkanalsystemen. Gleichzeitig sollte man sich darüber im Klaren sein, dass sich das NX-BD3 nicht um zusätzliche Lautsprecher erweitern lässt. Wer damit kein Problem hat, der bekommt ein DLNA-fähiges Gerät, mit dem man also auch auf Inhalte aus dem lokalen Netzwerk zugreifen kann. Trotz der hierfür notwendigen Ethernet-Schnittstelle verzichtet das Gerät allerdings – wie übrigens alle Kandidaten in diesem Test – auf BD-Live und damit auf die Möglichkeit, Zusatzinhalte zum Film aus dem Internet herunterzuladen. Der Blu-Ray-Player an sich arbeitet aber sehr zuverlässig und zeigte im Test kaum Schwächen, selbst das Upscaling einer DVD bis 1080p gelang problemlos. Moniert werden hingegen die fehlenden HD-Tonformate: Hier muss man sich mit normalem Dolby- bzw. DTS-Ton bescheiden.

Das Konzept des SC-BT100 gefiel deutlich besser: Panasonic setzt neben dem Subwoofer auf einen mitgelieferten Center und präsentiert somit eine 3.1-Lösung. Der große Vorteil: Diese Konfiguration lässt sich über Erweiterungssets auf bis zu 7.1-Mehrkanal ausbauen. Gefallen hat außerdem die gute, wenn auch nicht überragende Verarbeitung: Die Klappe für das iPod-Dock fand man etwas wackelig. Der Funktionalität tat das jedoch keinen Abbruch, hier darf man sich auf tadellosen iPod-Support freuen. Schade fand man, dass das Gerät beim Kaltstart rund 20 Sekunden braucht, bevor es losgeht. Legt man eine Blu-Ray-Disc ein, erhöht sich die Wartezeit auf 75 Sekunden. Wenn es dann einmal soweit ist, zeigt sich das System von seiner besten Seite: Bilder wirken gestochen scharf, auch die 24p-Darstellung gelang problemlos. Der SC-BT100 unterstützt sämtliche Tonformate und decodiert diese Formate intern. Die mitgelieferten Lautsprecher sollen sich gut für die Filmwiedergabe eignen und konnten im Test eine detaillierte Kulisse aufbauen. Das räumliche Erlebnis wird – trotz 3.1-Konfiguration – als zufriedenstellend bezeichnet. Bei der Musikwiedergabe schnitt das System dann nicht ganz so gut ab, hier kritisiert man die bisweilen etwas überspitzte Höhenwiedergabe.

Mit 81 Prozent reicht es für Panasonic zu einem „guten“ Ergebnis und damit zum Testsieg. Hier sollten alle Interessenten zugreifen, die eine leicht zu installierende Komplettanlage suchen und ihr System möglicherweise mit weiteren Lautsprechern bestücken wollen.

Autor: Jens