LG BH8120CVerglichen mit 5.1-Anlagen bieten 2.1-Systeme keinen Raumklang. Dafür benötigt das Boxenset weniger Platz und verursacht nicht so viel Kabelsalat, zudem sind die Preise – bei oft vergleichbarer Bildqualität und ähnlichem Funktionsumfang – meist geringer. Ein Überblick.

Generell besteht das Boxenset eines 2.1-Systems aus zwei Lautsprechern und einem Subwoofer. Die Lautsprecher platziert man in gleicher Entfernung rechts und links neben dem TV und den Sub auf gleicher Linie. Der Sound kommt also nur von vorne. Dank ausgefeilter Tools versuchen manche Hersteller zwar, ihren 2.1-Anlagen „virtuellen Raumklang“ zu entlocken. Allerdings liefern entsprechende Systeme nicht annähernd so guten 3D-Sound wie ein richtiges 5.1-Set.

Vorteile und Bauformen

Ansonsten hat eine 2.1-Anlage auch Vorteile. Viele User schätzen den moderaten Platzbedarf. Hinzu kommt, dass man weniger Kabel verlegen muss wie bei 5.1-Systemen (ohne Drahtlosspeaker) und dadurch den Wohnzimmerboden von lästigen Stolperfallen befreit. Angeboten werden 2.1-Anlagen erstens als Set bestehend aus Sub und zwei frei beweglichen Boxen (Säulen, Kegel, Kompaktspeaker etc.). Und zweitens gibt es sogenannte Soundbar-Systeme. Hier steht dem Sub ein schlankes Kombigehäuse zur Seite, das die zwei Speaker enthält. Montiert wird die Bar direkt unter dem Fernseher - was gut aussieht und für noch mehr Ordnung im Wohnzimmer sorgt.

Soundpower und Features

Tendenziell sind 2.1-Anlagen für kleinere Räume geeignet, allerdings steigt die Power (RMS Watt) meist mit dem Preis. Funktional wiederum bekommt man die gleichen Optionen wie im 5.1-Bereich. Es gibt Sets mit 3D-fähigem Blu-ray-Laufwerk, zudem sind Tools wie 2D-3D-Konverter, Full-HD- oder 4K-Upscaler, Bluetooth, AirPlay sowie – zur kabellosen Anbindung an Web und Heimnetz – ein WLAN-Modul mittlerweile Standard. Nicht fehlen sollten mehrere Audio- und Videoeingänge für den Anschluss externer Quellen (Spielkonsole etc.), ein Bündel an Ausgängen inklusive HDMI samt Audiorückkanal sowie im Idealfall einige Klemmen, um auf Wunsch das Boxenset zu erweitern. Ansonsten lohnen sich eine Hörprobe im Handel sowie die Tests der Zeitschriften. Gerade Letztere checken nicht nur die Klang- und Bildqualität, sondern auch viele wichtige Details – etwa die Optionen zur Soundanpassung, die Reaktionsfreude oder die Usability des Onlineangebots.

Autor: Stefan