Nettops & Mini-PCs: Sie passen in jedes Bücherregal

Getragen von der Erfolgswelle des Intel Atom Prozessors finden immer mehr Verbraucher Geschmack an den leistungsstarken Mini-PCs und Nettops. Aus diesem Grund testete Computer Bild acht grundverschiedene elektronische Zwerge auf Alltagstauglichkeit und Multimediafähigkeiten. Entsprechend dieser Leistungsdaten ergeben sich unterschiedliche Einsatzgebiete für die Kleinrechner.

Der Größte unter den Kleinen machte mit Gehäusedimensionen von 27 x 12 x 40 Zentimetern und einer leistungsstarken Ausstattung den ersten Platz: der Hewlett-Packard Pavilion s3531.de ermöglicht mit seinem AMD Athlon 64 X2 5200+ flankiert von 3 GByte Arbeitsspeicher und einer MSI Radeon HD 3450 Grafikkarte ein flüssiges Spielen, wenn die Detailstufe nicht zu gewählt ist und ein zügiges Arbeiten. Lediglich der Philips/Lite-On Brenner machte bei selbst gebrannten Medien zu viele Fehler und sollte ausgetauscht werden. In der Ausstattung nur geringfügig schwächer, aber in den Abmessungen deutlich kleiner, konnte der Acer Aspire L5100 so gut punkten, dass er den zweiten Platz erreichte. Einziges Manko war die Einschränkung auf Stereo-Ton am HDMI-Ausgang. Noch kleiner mit dem Design einer größeren Fischdose präsentiert sich der nicht ganz preisgünstige Dell Studio Hybrid. Als Basismodell um die 600 Euro teuer, kauft man ein solides Arbeitsgerät, welches für den Multimediabereich weniger geeignet ist. Gleiches gilt für den Medion Akoya E2005D, der aber sehr leise arbeitet und mit seinem Intel Atom 230 Prozessor einen preisgünstigen (unter 300 Euro) Mini-PC darstellt. Im Kasten „Leistung und Ausstattung...“ der Zeitschrift werden dem Prozessor zwei Kerne angedichtet, was aber nur ein Druckfehler sein kann, denn erst das Modell 330 verfügt darüber. So besitzt der Shuttle X2700B einen solchen, der aber mit rund 580 Euro vollkommen überteuert ist – dafür hat Shuttle einfach zu wenig zu bieten. Sehr leise und mit schnellem WLAN kann der nächste Winzling auftrumpfen. Der MSI Wind PC 2316XP kostet auch nur um die 270 Euro und ist für den alltäglichen Büroeinsatz bestens gerüstet – Multimedia und Spiele will man bestimmt nicht damit realisieren. Ebenfalls zu dieser Kategorie gehört der EL1200 von eMachines, der mit einem Preis um 320 Euro ein ordentliches Software-Paket zu bieten hat. Nur zum Vergleich nahmen die Tester auch Apples Frühstücksdose Mac Mini MB139 D/A in das Testfeld auf - zu teuer, zu langsam, zu wenig Ausstattung, aber dafür sehr leise und klein.

Bei dem starken Preisverfall auf dem Notebookmarkt stellt sich schon die Frage, ob man überhaupt einen Mini-PC anschaffen sollte. Netbooks sind bereits unter 300 Euro und Notebooks unter 400 Euro zu haben und bieten den Vorteil der Mobilität, bzw. der Ersparnis eines Monitorkaufs.

Autor: Christian