PC-Systeme: Alleskönner im Wohnzimmer

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MS-Tech MC-80ANEine dauerhafte PC-Nutzung im Wohnzimmer ist bei falscher Gerätewahl eine wirkliche Qual. Nicht jeder PC eignet sich für diesen speziellen Einsatzort und die Industrie reagierte schnell mit angepassten Computern auf den neuen Bedarf. Die sogenannten HTPCs werden in einer Vielzahl von Leistungsstufen und Designs angeboten, die auch den Geldbeutel entsprechend belasten können. Gerade für die Optik des Gehäuses und ein integriertes, passives Kühlsystem aus edlen Materialien muss man sehr tief ins Portemonnaie greifen.

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Vor dem Kauf eines HTPCs sollte man sich unbedingt davon überzeugen, welche Lautstärkepegel von den einzelnen Komponenten erreicht werden. Das fängt bereits unmittelbar nach dem Einschalten an, wenn Netzteillüfter und Prozessorkühler in voller Aktion sind. Beide sollten beim Hochfahren kurzfristig (1 bis 2 Sekunden) hörbar, aber im weiteren Betrieb nicht mehr wahrnehmbar sein. Wenn Gehäuselüfter verbaut sind, sollten diese besonders hochwertig sein. Sollte eine dedizierte Grafikkarte gewünscht sein, ist in jedem Fall eine passive Kühllösung vorzuziehen.  Die angebotenen Karten dieser Bauart sind nicht so leistungsfähig wie ihre heulenden Schwestermodelle, sind aber für Blu-ray-Filme und PC-Games mit weniger hohem Anspruch an die Details vollkommen ausreichend. Wer seinen HTPC für intensives Couch-Gaming verwenden möchte, sollte aber zugunsten von mehr Leistung auf eine potente, aktiv gekühlte Grafikkarte zurückgreifen und dafür ein gewisses Plus an Lautstärke in Kauf nehmen.

 

HTPC 3

Die Qual der Wahl

Beim Design scheiden sich die Geschmäcker und Geldbeutel. Aber auch hier hält die Industrie für jeden etwas bereit. Meist sind die Gehäuse in der Größe so ausgelegt, dass sie nahtlos in ein HiFi- oder Fernseh-Rack integriert werden können. Neben den großformatigen Gehäusen haben sich die Würfel und Kleinstgehäuse für den Wohnraum etablieren können. Hersteller wie Shuttle bieten eine Vielzahl an Geräte- und Ausstattungsmöglichkeiten an, die vom Komplett-PC bis zum Barebone (Gehäuse, Netzteil, Mainboard) reichen. Auf der Anschlussseite ist darauf zu achten, dass wenigstens ein HDMI-Port vorhanden ist, der für die digitale Übertragung von Ton und Bild zum Fernseher verantwortlich ist. Möchte man die Stereo-Anlage mit Mehrkanalton füttern, ist ebenfalls eine digitale Übertragung via HDMI wünschenswert.

In Sachen Hardware erstreckt sich das Angebot von sparsamen und langsamen Mobilprozessoren (z.B. Intel Atom) bis hin zu potenten Desktop-Prozessoren der Marke Core i5 und i7. Man beachte jedoch: je stärker der Prozessor, desto heftiger muss auch die Kühlung sein, vor allem bei kompakten Gehäusen.

Autor: Christian