Gaming-PCs: Comeback der AMD-Prozessoren

  • Gefiltert nach:
  • Comeback der AMD-Prozessoren
  • Alle Filter aufheben

Endlich hat AMD die 45-nm-Fertigung im Griff und bläst mit seiner neuen Dragon-Plattform und den Phenom II Prozessoren zum Angriff gegen Intels Wunderwaffe Core i7. Die Zeitschrift PC Magazin nahm diese Attack zum Anlass, sieben Gaming-PCs der unterschiedlichen Lager gegeneinander antreten zu lassen. Die Intel-PCs konnten sich doch nicht mehr so souverän behaupten wie in der jüngsten Vergangenheit.

So besteht die neue und recht leistungsfähige Dragon-Plattform aus dem 45-nm-Prozessor Phenom II, dem AMD-Chipsatz 790GX mit CrossfireX-Unterstützung und einer oder zwei ATI-Grafikkarten der 4800er-Serie. Die PC-Systeme decken bei diesem Test eine Preisspanne von 970 bis 1.300 Euro ab und bieten ordentliche Spiele-Rechner der gehobenen Mittelklasse. Combat Ready! (Grey Computer) stellt mit seinem Combat Gaming PC i729@3,5 den Testsieger. Punkten konnte der von 2,67 GHz auf 3,5 GHz übertakte i720 nicht allein durch die hohen Leistungswerte, sondern auch durch sehr gute Ausstattung und eine extrem lange Garantiezeit von 60 Monaten mit 36 Monaten Vor-Ort-Service. Ebenfalls übertaktet (3,6 GHz) und preislich mit 1.299 Euro dem Testsieger ähnlich, platzierte sich der Agando fuego @7965i4 plus als leiser und leistungsstarker PC unmittelbar dahinter. Nur drei Prozentpunkte schlechter kommt dann der nicht übertaktete Snogard E-Dragon 940 v2 daher, der im Spielebereich vollends überzeugen konnte und lediglich bei rechenintensiven Aufgaben etwas hinter den Intels herhinkte. Man stelle sich den E-Dragon mit zwei 4870ern statt der beiden 4850er vor und weiß, wie der AMD das Fliegen kriegt. Mit nur einer Radeon HD 4870 kommt auf dem nächsten Platz der Phenom II X4 940 -ATi HD4870 von Ultraforce mit ordentlichen Leistungen, aber Defiziten in der Ausstattung. Und noch ein AMD auf dem nächsten Platz – der Arlt PhenomII 940 kann sich noch gut im Mittelfeld behaupten. Für den preiswerten Packard Bell iPower X9600 (999 Euro) gab es von der Zeitschrift die Auszeichnung zum Preistipp. Mit einer besseren Grafikkarte als der GeForce GTS150 würde sich das Intel Core i7-System noch vor den AMDs platzieren können. Mit 969 Euro ist der Dell Studio XPS zwar das günstigste Gerät im Test, erreicht aber bei den Spieletests nicht das nötige Maß an Leistungen und bildet so das Schlusslicht.

Die Leistungen der AMD-Dragon-Plattform können schon überzeugend wirken, wäre da nicht der Preis der Systeme. Früher ist man gerne zu AMD gewechselt, als es noch Geld zu sparen gab und man mit ein paar Tricks an OC-Schraube drehen konnte. Übertakten kann man die Black Edition vom Phenom II problemlos, was bei den Testgeräten ja nicht der Fall war, aber bringt die CPU dann auch die geforderte Leistung eine Core i7? Gerne können Sie sich an unserer Umfrage weiter unten beteiligen.

Autor: Christian