PC-Systeme: PCs für 200 EUR - sieben Modelle auf dem Prüfstand

200-euro-pcDie Tester des Magazins für Computer und Technik (c't) untersuchten sieben Billig-PCs der 200-Euro-Klasse in ihrem Prüflabor. Alle PCs besitzen zwar ein CE-Zeichen, aber nur die von Acer, Ankermann und Asrock konnten es auch bestätigen. Die anderen Geräte hatte alle die gleiche Schwachstelle: das USB-Frontpanel brachte die Rechner beim Anschließen eines USB-Sticks zum Absturz und der von CSL lieferte sogar einen Totalausfall – ein Neustart war nicht zu realisieren.

Das größte Manko der Billigheimer im Test war die Geräuschentwicklung – außer dem Acer Veriton M464 und dem Asrock ION 330 Nettop lärmten alle Kandidaten kräftig vor sich hin. Das liegt manchmal nicht einmal am schlechten Gehäuse, sondern an den etwas schlampigen Einstellungen des BIOS. Die Aktivierung von Cool'n'Quiet sowie der Lüftersteuerung bringt oft schon Linderung in die permanente Ohrbelästigung. Aber beim Firstway Monaco X2 4850E verursacht der Netzteillüfter ein sonores Brummen, welches sogar 1,3 Sone laut erscheinen lassen. Neben der Lärmbelästigung ist das zweite Manko die Unfähigkeit mit Multimedia-Anwendungen umzugehen, von 3D-Spielen einmal ganz abgesehen – hier konnte kein Gerät Punkte machen. Bei der normalen Büro-Arbeit tauchten keine sonderlichen Mängel auf; lediglich der CSL Motion 2120 konnte mit seinem Celeron-Prozessor und dem einzelnen 1-GByte-RAM-Baustein keine Leistungen zeigen und eigentlich hätte der PC bei dieser Ausstattung noch preisgünstiger sein können. Der Rechner von Ankermann arbeitet einerseits recht zügig, andererseits schluckt er Strom ohne Ende. Ein Leerlaufverbrauch von rund 95 Watt, wo andere gerade einmal die Hälfte verbrauchen, ist definitiv zu hoch und 174 Watt unter Last sind für Onboard-Lösungen einfach nicht mehr zeitgemäß. Um auf der Webseite von Rabo Networks einen Billig-PC bestellen zu können, sollte man sich hardwareseitig auskennen und einigermaßen wissen, was man bestellen will – die Auswahl ist zu unübersichtlich. Wie im Testbericht erwähnt, stimmten bestellte Komponenten nicht mit den gelieferten überein. Anstatt der bestellten GeForce 8500 GT Grafikkarte befand sich im PC eine 9400 GT, was zwar etwas besser ist, aber den Kunden ohne Information irritieren kann. Insgesamt ist der PC ebenfalls zu laut und der Suspend-to-RAM-Modus funktionierte nicht, obwohl Rabo behauptet, jedes System eingehend zu testen.

Die 200-Euro-Klasse der PCs verlangt von jedem Nutzer Kompromissbereitschaft: die Lautstärke ist meist viel zu hoch, die Leistung eingeschränkt auf Büro-Internet-Anwendungen, Multimedia überfordert fast jede Onboard-Grafik und an Erweiterung ist oft nicht zu denken, da die Mainboards nicht genügend Schnittstellen bieten.

Hier können Sie auf unserer Webseite kurze Zusammenfassungen der Testergebnisse nachlesen oder bei Bedarf den ganzen Testbeericht downloaden.

Autor: Christian