PC-Systeme: PC-Kauf – Anwendungsbereiche bestimmen die Hardware

Bei der bereits erörterten Frage nach dem eigenen Budget für den neuen PC sind die Geräte in unterschiedliche Klassen eingeteilt worden. Analog zu diesen findet man auf dem Software-Markt unterschiedliche Anwendungen, die immer einen gewissen Mindestanspruch an das Innenleben eines PCs stellen. Das beginnt schon bei der Auswahl des Betriebssystems. Windows 7 und Windows 10 sind sicherlich die meist verbreiteten Systeme und laufen auch auf jeder Hardware mehr oder weniger gut. Jedoch haben Geräte, die beispielsweise nur 1-2 GByte Arbeitsspeicher bieten, ihre liebe Not damit und müssen Daten permanent auf die Festplatte auslagern, was zu unangenehmen Wartezeiten führt.

Selbst bei einer Aufrüstung auf 4 GByte spürt man zwar eine deutlich Beschleunigung, aber das nicht gerade optimale Speichermanagement von Microsoft zieht dann immer noch die Handbremse an. Schnelle Abhilfe schafft eines der alternativen Betriebssysteme wie Ubuntu (Linux). Der besondere Vorteil liegt erstens in der enorm gesteigerten Performance und zweitens in der Reduzierung der Anschaffungskosten – viele Händler bieten PCs und Notebooks auch ohne Betriebssystem an. Eine weitere Alternative zu Microsoft wird mit Mac OS X geboten, das aber offiziell nur auf Apple-Hardware laufen darf.

Bei den Anwendungen gilt eine grundsätzliche Regel: Die vom Software-Hersteller angegebene Mindestvoraussetzungen sollte man ignorieren, da damit das Programm zwar startet, aber kein richtiges Arbeitstempo entwickeln kann. Häufig bieten die Hersteller auch eine optimale Version der Hardware-Voraussetzungen an, die der Realität schon näher kommen. Schlägt man dann noch 30 bis 50 Prozent an Leistungsfähigkeit der Hardware dazu, ist man auf der sicheren Seite, da man auch nicht voraussehen kann, wie es sich nach einem Versionssprung nach oben mit neuen Features im Softwarepaket verhält.

Internet, Mailprogramme und Office-Suiten, solange diese sich auf Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation beschränken, laufen auf allen PC-Klassen problemlos. Kommt die Nutzung von Datenbanken hinzu, sollte man sich bei der Hardware bereits in der mittleren Ebene befinden und einen leistungsstarken Multimedia-PC einsetzen, der auch noch andere Aufgaben stemmen kann. Kommen Multimedia-Anwendungen wie Soundbearbeitung, Videoschnitt, hochwertige Bildbearbeitung oder gar Computer-Spiele hinzu, reißt die Anschaffung des neuen PCs ein ordentliches Loch in den Geldbeutel. Für diesen Anwendungsbereich kommen nur High-End- und Gaming-PCs in frage, die alle Softwarebelange flüssig bedienen können.

Autor: Christian