PC-Systeme: Neun All-in-One PCs auf dem Prüfstand - Qualität hat ihren Preis

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all-in-one-pcDas Magazin „Computer Bild“ testete insgesamt neun All-in-One PCs, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden: einerseits die recht teuren Geräte, die als vollwertiger Desktop-Ersatz angesehen werden können und andererseits jene mit einfacher und preisgünstiger Netbook-Technik. So kommen die Geräte der ersten Gruppe dank ihrer guten Hardware leicht auf die Gesamtnote „gut“ und die Netbook-Ähnlichen durch mehr oder weniger identische Technik alle auf ein „befriedigend“.

Unumstrittener Testsieger wie in allen anderen Tests auch, war diesmal wieder der HP TouchSmart in der 22-Zoll-Version IQ522de. Ein hohes Arbeitstempo konnte bei voller Ausnutzung der 4 GByte Arbeitsspeicher erreicht werden, denn HP spendiert seinen TouchSmarts ein 64-Bit-Vista. Neben schneller WLAN-Anbindung ist auch ein Kontakt via Bluetooth möglich. Eine integrierte DVB-T-Karte ermöglicht den vollen Fernsehgenuss und macht den All-in-One wohnzimmertauglich. Großartig arbeitet die Bedienung mittels MultiTouch direkt auf der Bildschirmoberfläche. Mit rund 1.500 Euro lässt sich HP so viel Technik bezahlen, die bei Sony etwas kleiner gehalten wurde, aber beim Vaio VGC-JS3 E/S für knapp unter 1.000 Euro schon zu haben ist. Leider hat sich bei Sony noch nicht herumgesprochen, dass es auch 64-Bit-Betriebssysteme gibt und Käufer über die volle Nutzung des Arbeitsspeichers dankbar sind. Das Arbeitstempo ist durch den flotten Intel Core 2 Duo E7400 entsprechend hoch und fordert das Kühlsystem unter Last lautstark heraus – 1,4 Sone sind im Wohnzimmer nicht mehr so angenehm. Bei All-in-One-Vergleichen darf der Urvater von Apple nicht fehlen. Der iMac in der 24-Zoll-Version stellt den Desktop mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten dar – wie die Konkurrenz leider verspiegelt. Preislich zwischen den beiden bereits genannten angesiedelt, bringt der Apple Leistung pur, die unter dem neuen Betriebssystem Snow Leopard so richtig zur Geltung kommt. Leider ist die weitere Ausstattung mit Software eher dürftig, was aber eingefleischte Mac-User nicht abschrecken dürfte.

Deutlich preisgünster präsentierten sich die PCs mit Netbook-Technik – durchschnittlich um 500 Euro angesiedelt. Testsieger wurde in diesem Feld der Medion Akoya E1002 D, der als einziger keine Intel Atom-Ausstattung vorzeigen konnte. Auf der AMD-Platine werkelt ein Athlon Neo MV-21 mit 1,5 GHz und einer recht flotten ATi Radeon X1200 Grafikeinheit. Einen besonders guten Eindruck machte das 18,5 Zoll große entspiegelte Display und der sehr flotte DVD-Brenner. Ebenfalls mit gutem Display, aber sehr langsamem Brenner platzierte sich der Wortmann Terra All-in-One 1900 i270 XPH hinter dem Testsieger. Sparsam im Stromverbrauch und mit einem Anschaffungspreis unter 400 Euro verdiente sich der EZ1600 von eMachines das Prädikat Preis-Leistungssieger. Angenehm leise arbeitet der günstige PC, der nur beim Beschreiben von Double-Layer-Rohlingen arge Probleme hatte, sonst aber einen guten Eindruck hinterließ. Bester im Stromverbrauch war der Avertec A1, der noch mit einem guten optischen Laufwerk ausgestattet war, welches den beiden letzten All-in-One PCs, Asus Eee Top 1602 und Shuttle X5000T gänzlich fehlte.

Primär ist es eine Frage des Bedarfs, für welche Geräte-Gruppe man sich entscheidet und sekundär natürlich auch eine des Geldbeutels. Die All-in-Ones werden auf jeden Fall immer beliebter, da sie den Ansprüchen gerecht werden können.

Hier können sie auf unserer Webseite die Testergebnisse der großen und kleineren All-in-One PCs einsehen. Oder holen Sie sich den ganzen Testbericht als Download.

Autor: Christian