PC-Systeme: Drei Statussymbole aus der Gamer-Welt im Vergleich

gamer-pcWer mehr als 1.500 Euro für einen PC ausgibt, erhält ein echtes Statussymbol und nicht nur einen guten Gaming-PC. Drei dieser recht teuren und heftig übertakteten (overclocked) High-End-PCs fanden ihren Weg ins Testlabor des Magazins für Computer und Technik (c't). In allen drei Testrechnern arbeitet der kleinste Intel Core i7, dessen Taktung bis 4 GHz aufgebohrt wurde. So viel Ausstattung und Performance will auch entsprechend mit Strom gefüttert werden und man darf sich nicht wundern, wenn die Stromrechnung am Jahresende doch deutlich höher ausfällt als vor der Anschaffung eines derartigen Statussymbols.

So verbraucht der enorm schnelle und mit zwei Doppel-Grafikkarten ausgestattete Ultraforce-PC unter Last 859 Watt und kann im Winter gut als Heizlüfter dienen. Und dicke Ohrwärmer (Kopfhörer) sollte man sich gleich dazu kaufen, denn ein Geräuschpegel von 7,6 Sone ist nicht mehr zu ignorieren. Kann man mit all dem leben, so erhält man für rund 2.200 Euro einen 3,4 GHz schnellen Intel Core i7 920 mit 12 GByte Triple-Channel-RAM und zwei ATi Radeon HD4870 X2-Grafikkarten (insgesamt 4 Grafik-Chips) Ultraforce X-PC. Schade ist nur, dass bei diesem Preis keine zweite Festplatte mehr drin ist, um einen RAID0 zu nutzen. Der Systea SLI-Thorium G901 ist der leiseste unter den drei Testrechnern und macht einen sehr guten Eindruck bezüglich der Verarbeitung. Keinerlei Kabel behindern den Luftstrom zum 3,6 GHz schnellen Core i7 920 mit 6 GByte RAM. Lediglich die untere der beiden GeForce GTX275 kann die Luft wegen einer zu dicht montierten Plastikblende nicht richtig ansaugen. Diese dient zur Abschirmung des 850 Watt Netzteils, welches im Test nach einer Stunde Gaming mit HAWX auf einem 30-Zoll-Display zuerst für Abstürze sorgte und später den Dienst komplett quittierte. Messungen ergaben, dass die beiden Grafikkarten statt der benötigten 12 Volt nur noch eine Spannung von 9,6 Volt erhielten und sich tot stellten. Mit 2.400 Euro stellt Grey Computer mit dem Combat Ready! PC den teuersten PC für diesen Test zur Verfügung. Eine Wasserkühlung versorgt Grafikkarte, Chipsatz, Spannungswandler und die auf 4,0 GHz übertaktete Intel Core i7 920 CPU mit Kühlflüssigkeit. Eine einzelne GeForce GTX285 mit 1024 GDDR-RAM bringt einiges an Spielvergnügen, reicht aber bei weitem nicht an die Frameraten (Bilder pro Sekunde) der SLI- und Crossfire-Gespanne heran. Bei einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten schaffte der Grey unter Crysis DX10 nur magere 14 FPS, wo die Konkurrenz schon 23 und 27 Frames pro Sekunde schafft. Trotzdem verdient der PC seinen Namen Combat Ready, wenn man ihn in HD-Auflösung nutzt. Grey Computer bietet für den recht hohen Preis eine Fünf-Jahres-Garantie an, bei der in den ersten drei Jahren auch noch ein Abholservice dazu gehört.

Auf die extreme Taktung unter Wasserkühlung kann man eigentlich verzichten und das gesparte Geld in eine zweite Grafikkarte investieren, so wie es beim Ultraforce-PC der Fall ist.

Hier können Sie auf unserer Webseite kurze Zusammenfassungen der Testergebnisse nachlesen oder sogar beim Verlag den ganzen Artikel downloaden.

Autor: Christian