PC-Systeme: All-in-One PCs aller Preisklassen auf dem Prüfstand

all-in-oneDas Feld der acht All-in-One PCs, die vom Magazin „Chip Test Kauf“ auf den Prüfstand geholt wurden, kann man in zwei Lager aufspalten: die über 1.000 Euro kostenden und die preisgünstigen Kleinen um 400 Euro. Wirklich schlecht ist keines der Geräte, auch wenn die Kostengünstigen etwas an Leistung vermissen lassen. Diese sind alle auf einem Intel Atom aufgebaut und eher als Dritt-PC zur Textverarbeitung und Internetbenutzung gedacht.

Bei den teuren All-in-One PCs sieht das aber ganz anders aus. Hier befindet sich in jedem Gerät ein Intel Core 2 Duo Prozessor und ausreichend Arbeitsspeicher. Vollkommen unlogisch ist jedoch die Bewertung, die durch die Tester erfolgte. Da wird ein Christmann TEO Touch wegen „praller Ausstattung...“ auf den dritten Platz gelobt, nur weil eine eSATA-Schnittstelle und eine Touchscreenfunktion vorhanden ist. Leider besitzt der mit 1.450 Euro ausgepreiste All-in-One nur ein 19 Zoll Display, eine sehr dürftige Intel Onboard-Grafik GMA950, lächerliche 2 GByte Arbeitsspeicher und eine bescheidene 160 GByte Festplatte – also nur ärmlich und nicht prall. Dauertestsieger aus vielen Vergleichen war auch hier der HP Touchsmart IQ820 mit seinem Spitzendisplay der Größe 25,5 Zoll, Blu-ray, TV-Empfang und genialem Touchscreen. Der Rest der Ausstattung entspricht dem gehobenen Standard eines Wohnzimmer-PCs. Auf dem zweiten Platz fand sich der Ur-Vater der All-in-One Geräte ein: Apples iMac 20 Zoller kann durch Eleganz und Schnelligkeit bei allen Arbeiten überzeugen, ohne dabei störend laut zu werden – da spürt man in jedem Detail die Erfahrung mit diesem Bauprinzip. Nervig laut ist dagegen der Sony Vaio VGC-JS3E/S, dessen Bildqualität zwar überragend gut gut war, aber auch den höchsten Tribut an den Stromlieferanten zahlen musste. Acers eMachines EZ1601 lieferte auf seinem 18,5 Zoll Display ebenfalls ein hervorragendes Bild ab, verbrauchte kaum Strom und ist mit 400 Euro Kaufpreis einen echten Preis-Tipp wert. Auf den weiteren Plätzen folgen die üblichen Teilnehmer eines solchen Tests mit beinahe gleichwertiger Wertung: MSI Wind Top AE1900, Asus Eee Top ET1602 und Averatec All-in-One A1.

Als Zeit- oder Dritt-PC tun es die preisgünstigen Atom-Versionen allemal und für aufwendige Multimedia-Anwendungen im Wohnzimmer muss man leider noch recht viel Geld hinlegen.

Hier können Sie auf unserer Webseite die einzelnen Testergebnisse in Kurzform nachlesen.

Autor: Christian