Allround-PCs: Stationär oder mobil?

Hat man für sich selbst die Fragen nach dem eigenen Budget und dem Anwendungsbereich beantwortet, muss man sich darüber klar werden, ob man einen mobilen PC oder lieber einen stationären vorzieht. Beide Aspekte bieten ihre eigenen Vor- und Nachteile. Beide Seiten bieten mit ihren Kleinstmodellen eine erhebliche Einsparung im Energieverbrauch an. Sowohl Mini-PCs/Nettops als auch Netbooks und Ultrabooks sind in dieser Hinsicht technisch sehr ähnlich aufgebaut. In diesem Zusammenhang stehen Hersteller wie Apple und Asus, sowie auch andere an vorderster Front und bauen immer mehr umweltfreundliche Geräte, die bei der Produktion giftige Materialien und Fertigungsprozesse vermeiden, aber auch überwiegend recyclebar sind.

Die richtige Hardware finden

HP Vivienne Tam NetbookBenötigt man mehr Leistung, treten die ersten Nachteile der mobilen Geräte in den Vordergrund. Die stärkeren Prozessoren und dedizierten Grafikchips von Multimedia-fähigen Laptops verbrauchen deutlich mehr Strom als die der kleineren Kollegen. Trotz ausgeklügelter Energiestrategien der Hersteller schränkt dies die Mobilität durch verkürzte Akkulaufzeiten ein. Der stationäre PC kennt diese Probleme nicht, sollte aber der Umwelt zuliebe auch automatisch in den Stromsparmodus wechseln, wenn nicht kontinuierlich daran gearbeitet wird. Desktop-CPUs sind unter Last leistungsfähiger, verbrauchen aber auch deutlich mehr Strom als ihre mobilen Pendants. Ein weiterer Haken bei der Anschaffung eines Notebooks liegt in der richtigen Auswahl der Hardware, die vom Anwendungsbereich mitbestimmt wird und vom Käufer einige Kenntnisse erfordert. Sind diese nicht vorhanden, kann ein sparsamer Online-Kauf gänzlich daneben gehen. Lieber etwas mehr investieren und eine gute Beratung durch einen kompetenten Fachhändler einplanen. Renommierte Hersteller wie Dell bieten auf ihren Webauftritten bereits Live-Support per Chat und Telefon an. Beim Kauf eines Desktop-PCs besteht außerdem immer die Option, bei Bedarf bestimmte Komponenten aufzurüsten.

Eine Frage der LautstärkeHTPC 3

Die Aussage, dass Notebooks deutlich leiser sind als herkömmliche Desktop-PCs trifft sicherlich in den meisten Fällen zu, jedoch muss das nicht so sein. Wünscht man sich einen leisen PC, der seinen Platz auch im Wohnzimmer haben könnte, kann man entweder einen speziellen HTPC (Home Theatre PC) oder einen Low-Noise-PC anschaffen. Leise Hardwarekomponenten, die streckenweise ohne Lüfter auskommen, werden in allen Bereichen angeboten. Einige Hersteller dämmen ihre Gehäuse mit schallschluckenden Matten, sodass selbst das Klicken einer Festplatte nicht mehr zu hören ist. Bei der Frage des Designs muss man weder bei einem Notebook noch bei einem stationären PC Einbußen hinnehmen. Die Industrie bedient inzwischen jeden Geschmack in allen erdenklichen Farben und Materialien.

Empfehlung

Wenn man Wert auf die Hardwareleistung legt, ist ein stationärer PC durchaus empfehlenswert, sofern man bei der Anwendung auf die Mobilität eines Notebooks verzichten kann. In jedem Fall sollte man sich aber vor dem Kauf Gedanken darüber machen, wie viel Leistung benötigt wird und ob das Gerät unterwegs benutzt werden soll.

Autor: Christian