Nachrichten-AppsIm Dschungel der Nachrichten-Apps kann man schnell von der schieren Masse an Angeboten überwältigt werden. Unabhängig davon, dass sich in den App Stores leider die verschiedensten Themen wie Sportnachrichten, Weltnachrichten oder Börsendaten tummeln und somit gezielte Themenbereiche nur schwer aufzufinden sind, gibt es in jedem Bereich eine Flut an kostenfreien Angeboten, unter den qualitativ hochwertige Produkte nur schwer auszumachen sind. Und selbst die Bezahl-Apps sind unübersichtlich sortiert und wahrlich nicht frei von nahezu sinnlosen Angeboten.

Eine wirre Mischung aus verschiedensten Medien

Da finden sich beispielsweise im Play Store von Google Magazine, die Hörbücher und Podcasts bündeln, neben richtigen Tageszeitungen und Satire-Blättern wie dem Postillon, die man eigentlich nicht wirklich als Nachrichten-App sehen kann. Häufig werden in diesen App-Store-Kats auch Magazine munter mit Nachrichtenanwendungen gemischt, auf der einen Seite also eher Hintergrundberichte und Beiträge zu bestimmten Themen auf der einen Seite gegenüber nackten tagesaktuellen Nachrichten auf der anderen.

Man muss die richtigen Suchbegriffe kennen

Dadurch muss man beim Durchstöbern der App Stores ein gewisses Vorwissen mitbringen, da man ansonsten für das eigene Interessengebiet unter den „Bestseller“-Übersichten höchstens die zwei, drei bekanntesten – nicht aber unbedingt die besten – findet. Denn eine feinere Filterung ist schlichtweg nicht möglich: Neben den Bestseller-Listen und den Top-Apps kostenfreier Art gibt es keinerlei Übersichten über das Angebot. Man muss sich die vorhandenen Apps durch Suchanfragen selbst herausfiltern. Immerhin: Die Suchalgorithmen sind mittlerweile in den großen App Stores von Apple und Google gut genug, um solche Apps auch dann zu identifizieren, wenn der Suchbegriff nicht direkt im App-Namen steht.

Nützliche neben komplett unsinnigen Angeboten

Aber selbst dann ist die Anzeige natürlich reichlich beliebig: Eine Abfrage der Apps mit Börsennachrichten führt beispielsweise im Play Store für Android zu einer skurilen Mischung aus seriösen Börsen-Apps, fremdsprachigen Angeboten (inklusive Thai und Chinesisch unter den Topkandidaten!) und Apps mit Noten von 1 bis 5 von möglichen 5 Sternen Nutzerbewertung. Gerade bei Apps empfiehlt sich daher der Blick in gängige Fachzeitschriften, die immer wieder nützliche „Best-of“-Listen zusammenstellen und sich dabei eben nicht nur abstrakt an den Klickzahlen orientieren sondern vor allem am tatsächlichen Nutzen.

Nicht auf Nutzerwertungen verlassen

Auf die Nutzerwertungen ist im Übrigen nur selten Verlass, vor allem bei Angeboten mit bislang eher wenigen Bewertungen. Denn das Manipulieren der Sterne-Anzeige durch gekaufte Meinungen ist längst gang und gäbe. Die Store-Besitzer bemühen sich redlich, mit Löschungen dieser Fake-Wertungen hinterherzukommen, doch zeigen Fälle von teils hunderten Löschungen auf nur einer App, dass dem problem kaum noch beizukommen ist. Erst ab einer gewissen Masse von 100.000 oder mehr Nutzermeinungen kann man von einer gewissen Aussagekraft ausgehen.