Windows 10Wie bei Computern gibt es bei mobilen Endgeräten eine Vielzahl an konkurrierenden Betriebssystemen. Der Unterschied ist jedoch, dass der Wechsel zwischen verschiedenen Betriebssystemen bei Smartphones üblicherweise nicht möglich ist. Die Wahl will daher schon beim Kauf endgültig getroffen werden. Windows punktet in dieser Hinsicht durch seine besonders einfache Bedienbarkeit und die extreme Nähe zum PC-Betriebssystem. Es stellt einen Mittelweg zwischen iOS von Apple und Android von Google dar.

Aufgeräumt und einfach zu bedienen

Seit Windows Phone 7 ist Microsoft in eine neue Ära aufgebrochen und hat den alten Muff endlich abgelegt. Galt das alte Windows Mobile noch als fummelig und ebenso komplex wie das Desktop-Betriebssystem, kann das neue Windows mit einer ausgesprochen aufgeräumten Oberfläche und kinderleichten Bedienung aufwarten. Das hat viele Beobachter überrascht, denn die Oberfläche gilt sogar als deutlich einfacher zu bedienen als beispielsweise Android. Ein weiterer Vorteil der mobilen Windows-Variante ist ihre hundertprozentige Kompatibilität mit Windows für Desktop-Computer und Notebooks. Dies erleichtert insbesondere die Synchronisation des Smartphones mit entsprechenden Computern und die Verwendung von Office-Dokumenten ohne lästige Formatierungsprobleme. Unterhaltsam ist, dass man mit dem Namenswechsel zur Version Windows 10 Mobile wieder namentlich an alte Zeiten anknüpft...

Vorteil: Gewohnte Windows-Software

WordFür Neulinge im Bereich Smartphones ist angenehm, dass es für Windows-Geräte abgespeckte Office-Paket-Versionen gibt, mit denen wie vom heimischen Rechner gewohnt an Word-, Excel- oder Powerpoint-Dateien gearbeitet werden kann. Entsprechende Office-Anwendungen bieten andere Plattformen wie Android zwar auch, doch Windows hat den Vorteil des bekannten Arbeitsinterfaces. Ähnliches gilt für Outlook Mobile, für welches ganz besonders das Argument der einfachen Synchronisation zutrifft, und den Windows Media Player. Seit Version 10 des Betriebssystems sind die Software-Pakete zudem kaum noch abgespeckt, der Unterschied zur Desktop-Version marginal.

Windows garantiert Leistungsstärke

Microsoft hat bei Windows rigide Hardware-Voraussetzungen vorgegeben, und zur Bedienung dürfen nur exakt drei Tasten mit den Funktionen Start, Zurück und Suche existieren. Dies soll eine besonders hohe Leistungsfähigkeit sicherstellen. Die einfache Bedienung mit den großen Touch-Kacheln auf dem Startbildschirm ist sehr beliebt bei den Nutzern und hat Windows endlich die gewünschte Einsteigerfreundlichkeit gebracht. Darüber hinaus hat Microsoft zusammen mit Nokia auch dessen großartige Apps wie Nokia Maps aufgekauft.

Aufbruch in eine neue Ära: Mit Windows Phone ging's los

Mit Windows Phone 8 und vor allem dem nachfolgenden Update GDR3 wurde nach Windows Mobile und dem rudimentären Windows Phone 7 das erste wirklich große Update vollzogen, denn entsprechende Smartphones unterstützen nicht nur standardmäßig NFC, sondern auch Mehrkernprozessoren sowie Speicherkarten, was bisher nicht der Fall war. Damit werden zwei der wichtigsten Kritikpunkte ausgebügelt. Auch die Bildschirmauflösung fällt seitdem erheblich höher aus - bis Full-HD. Darüber hinaus können die Hersteller entscheiden, wie viele Kachelspalten auf dem Display angezeigt werden sollen - ein Zugeständnis an die neuen Riesen-Smartlets mit 5 bis 6 Zoll Bilddiagonale. Ferner gibt es nun einen Automodus, der es erlaubt, ablenkende Benachrichtigungen solange zu unterdrücken, wie man sich auf die Steuerung eines Fahrzeuges konzentrieren muss. Lumia-Nutzer dürfen sich in diesem Rahmen auch über eine schneller aufrufbare Sprachassistenz ("Hey Cortana!") und eine ebenfalls schneller reagierende Kamerafunktion freuen.

Neueste Version: Windows 10

Windows PhonesMit Windows 10 Mobile ist seit Ende 2015 die neueste Version erhältlich. Der Phone-Zusatz fällt damit künftig weg, dafür wurde aufs alte "Mobile" zurückgegriffen. So will man berücksichtigen, dass auch einfache Tablets mit dem System laufen - also mobile Geräte im Allgemeinen. Neu sind dabei etwa interaktive Benachrichtigungen, Hintergrundfotos für den ganzen Bildschirm, eine erneuerte Foto-App sowie ein Internet Explorer, in dem die Technik des künftigen Spartan-Browsers steckt. Außerdem können endlich Bluetooth-Tastaturen mit den Smartphones verbunden werden - denn das war, kaum zu glauben, bislang schlichtweg nicht möglich. Und es gibt endlich Unterstützung für USB OTG - das heißt, man braucht zum Anschließen von Festplatten oder Kameras via USB keinen Mittelsmann mehr - wie etwa einen PC. Das geht nun direkt. Achtung: Ein Upgrade erhalten aber nur Geräte mit mindestens 8 Gigabyte freiem Speicherplatz.