Smartphones (Handys): Symbian OS / Nokia OS

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Logo Symbian OSSymbian OS war lange Zeit das verbreitetste Betriebssystem für Smartphones und anders als beispielsweise Windows Mobile speziell für diese konstruiert worden. Daraus resultierte auch eine größere Anzahl an Benutzeroberflächen, die auf Symbian OS aufsetzen: Symbian 3, Series60, Series80, Series90 oder auch UIQ. In letzter Zeit hat die Beliebtheit von Symbian jedoch arg abgenommen, die letzten Geräte dafür wurden im Sommer 2013 gefertigt. Danach legte Nokia das System (nunmehr Nokia OS) endgültig ad acta.

Grundlegendes

Hauptvorteil von Symbian OS war der Umfang der bereits enthaltenen Grundausstattung und der darüber hinaus verfügbaren Zusatzprogramme. So enthielt Symbian OS von Haus aus bereits zahlreiche Organizerfunktionen wie Kalender, Aufgabenverwaltung und Kontaktprofile sowie Programme für Textverarbeitung, Tabellenbearbeitung sowie einen Browser zum mobilen Surfen im Internet. Zudem waren für Symbian - bis zum Aufkommen von iOS und Android - sicherlich die meisten Zusatzapplikationen erschienen, die teils kostenpflichtig nachinstalliert werden konnten.

Ein Nachteil von Symbian OS war dagegen die vergleichsweise hohe Anzahl an Handyviren und anderer Malware, die das System angreifen konnten. Dabei lag die Schuld dafür weniger im System selbst als an seiner hohen Verbreitung und damit Attraktivität für Schadcode-Programmierer. Zumindest die Smartphone-Oberfläche Series S60 war seit Version 3 aber dank der Einführung eines Zertifikatsystems erheblich sicherer geworden. Denn seitdem musste jede Installationsdatei digital signiert sein, das heißt, bei neueren Versionen von Symbian-Oberflächen konnte man das Sicherheitsproblem weitgehend vernachlässigen.

Symbian Series60

Series80 und Series90 fanden nur wenig Verwendung, am weitesten verbreitet ist die Oberfläche Series60, die als Basis Symbian OS Version 6.1 oder höher nutzt. Lange Zeit galt Symbian S60 als ein besonders zügiges und effektives Betriebssystem, was seine hohe Verbreitung erklärt. Doch wurde die Weiterentwicklung verschlafen. Irgendwann galt Symbian S60 dann doch als arg angestaubt und auch in der 5th Edition als zu leistungsschwach für moderne Touchscreen-Handys. Wichtig zu wissen war zudem, dass die Software für Series60 5th Edition nicht abwärtskompatibel zu früheren Versionen war.

Symbian 3

Symbian OS mit S60 5th Edition hat im Laufe des Jahres 2010 mit Symbian 3 einen Nachfolger erhalten, der wieder die notwendige Leistungsfähigkeit für moderne Smartphones besaß. Die Entwickler haben dazu die Benutzeroberfläche entschlackt, so dass alle Anwendungen und Einstellungen ohne lange Suche in Untermenüs aufgerufen werden konnten und die Reaktion auf Eingaben bis zu dreimal schneller erfolgte als bei früheren Versionen. Zudem wurde in Symbian 3 die Multitouch-Fähigkeit für kapazitive Touchscreens integriert, Transparenzeffekte machten die Oberfläche moderner und intuitiver.

Leider ist die Entwicklung für Symbian 3 dennoch alles andere als rosig verlaufen. Nokia als bislang einziger Nutzer des Betriebssystems hatte schon vor einiger Zeit angekündigt, bei seinen Highend-Handys komplett auf Windows Phone zu setzen. Zudem wurde der Name "Symbian" abgeworfen - das System firmierte nunmehr als Nokia OS. Die kommende große Version Symbian Carla / Nokia OS Carla wurde gestrichen, neue Modelle wurden nicht mehr angekündigt. Im Sommer 2013 wurde schließlich die Fertigung bestehender Modelle eingestellt - seitdem darf Symbian OS endgültig als beerdigt gelten.

Symbian UIQ

Lange Jahre wurde neben den genannten Benutzeroberflächen auch noch eine namens Symbian UIQ verwendet. Vor allem das japanisch-schwedische Joint-Venture Sony-Ericsson nutzte in seinen Smartphones UIQ. Mittlerweile ist aber auch Symbian UIQ wieder zu den Akten gelegt worden, neue Handys werden damit nicht mehr angeboten. Wer sich für Symbian UIQ interessiert, kann dazu einen eigenen Ratgeber studieren.

Autor: Janko