Nokia Asha 501 - erstes Smartphone mit Asha OSNokia hat seit jeher eine starke Marktstellung bei den einfachen Feature Phones. Während es bei den Smartphones irgendwann nicht mehr wirklich rund lief, blieb Nokia bei den Einsteiger-Handys weltweit lange Zeit noch die Nummer Eins. Dies hat das Unternehmen sicherlich auch der hauseigenen Oberfläche Series 40 zu verdanken, welche mit ihrer intuitiven und vor allem zügigen Bedienung punktete. Doch heute verlangen die Nutzer zunehmend mehr Fähigkeiten – und Apps. Asha als Nachfolger bot dies.

Series 40 kann nicht mehr mithalten

Series 40 ist den modernen Anforderungen schlichtweg nicht mehr gewachsen. So gibt es keine Möglichkeit zum Multitasking, weshalb stets nur eine Anwendung aktiv sein kann. Auch sind die meisten integrierten Anwendungen nicht miteinander verknüpft. Ein Klick auf eine E-Mail-Adresse in einer SMS öffnet also nicht die E-Mail-Anwendung. Eine moderne Touchscreen-Bedienung ist auf diese Weise nicht umsetzbar. Zudem ist die Programmierung von Apps für Series 40 für Entwickler aufwendig, weshalb der Pool sehr klein ausfällt.

Asha erlaubt stärkere Personalisierung

Nokia Asha als Nachfolger sollte all dies besser machen. Die Plattform blieb zwar schlank und vergleichsweise einfach strukturiert, was die Bedienung weiterhin ohne großes Verständnis von Smartphone-Technologien erlaubte. Doch war es dem Nutzer möglich, eine stärkere Personalisierung des Homescreens vorzunehmen. Ein zweiter Homescreen sollte zudem zum Teil dynamisch Informationen aus den jüngsten Aktivitäten des Nutzers zusammenstellen und so die Interaktion der einzelnen Anwendungen verstärken.

Entwicklung von Apps soll forciert werden

Nokia hat Asha so konzipiert, dass Entwickler ihre Apps für alle Asha-Geräte gleichzeitig anbieten konnten, ohne dass der Code für jedes Gerät angepasst werden müsste. Die Apps bekamen auch eine integrierte Bezahlfunktion, was sie für Entwickler zusätzlich interessant machte, die in letzter Zeit vermehrt auf diesen Weg setzten, Einnahmen zu generieren. Der erfolgte Durchbruch bei der Anzahl an Apps blieb zwar aus, dennoch war die Richtung durchaus korrekt eingeschlagen worden.

Starke Konkurrenz zu Android im Billigsegment

Zwar blieben die Einflussmöglichkeiten des Nutzers beschränkt – tiefgreifende Veränderungen bei der Darstellung oder die Installation alternativer Systemkomponenten konnte man nicht vornehmen – dennoch war die Asha-Plattform so nahe an der Smartphone-Welt, wie es nur irgendwie möglich war. Im Grunde konnte man entsprechende Handys auch als Billig-Smartphones bezeichnen, denn viel mehr konnten einst Einsteigergeräte mit Android auch nicht. Dennoch ist Asha eine kurze Lebenszeit vorbestimmt gewesen. Microsoft übernahm das Handy-geschäft von Nokia und zeigte wenig Interesse an den Feature Phones und Android drang schließlich auch mächtig in den Lowbudget-Bereich vor.

Autor: Janko