Norwegen ist das Heimatland der Opera Software ASA, die den Internet-Browser seit 2005 kostenlos anbietet, für den früher Gebühren entrichtete werden mussten oder der Anwender Werbebanner ertragen musste. Sowohl Mozilla Firefox als auch Microsofts Internet-Explorer übernahmen das sogenannte Tabbed Browsing und die Steuerung via Mausgesten direkt von Opera.

Kompatibilität

Der in C++ programmierte Browser arbeitet plattformunabhängig und kann deshalb auf sehr vielen verschiedenen Geräten genutzt werden. Im PC- und Mac-Bereich sind Microsofts Windows, Apples Mac OS X, Linux, Solaris und FreeBSD die Betriebssysteme, die den Opera nutzen können. Aber auch auf Smartphones und Tablet-PCs ist das rote „O“ zu entdecken, das in einer speziellen Version angeboten wird. Insgesamt werden 50 Sprachen unterstützt, wobei die integrierte Suchfunktion an den jeweiligen lokalen Bereich angepasst ist.

Funktionen

Drei Hauptmodule charakterisieren den Opera-Browser: der Internet-Browser, Opera-Mail und Dragonfly. Die Browserfunktionen besitzen allen Komfort, den man auch von anderen Internet-Programmen her kennt. Jedoch muss man bei Firefox und IE auch einige Funktionen via Addon nachinstallieren, um die gleiche Funktionalität zu erreichen. So ist beispielsweise ein IRC-Client, eine Bittorrent-Client, ein Download-Manager, ein Adressbuch mit allen Kontaktdaten und eine Widget-Engine im Opera gleich mit integriert. Ein Phishing-Filter und Content-Blocker sorgen für eine erhöhte Sicherheit im Netz. Besitzt man eine langsame Internet-Verbindung, kann der kleine Proxyserver für Abhilfe sorgen und das Browsen deutlich beschleunigen. Sehr komfortabel ist die visuelle Vorschau der Tabs, wie man sie von verschiedenen Betriebssystemen her kennt. Opera Mail ist ein vollwertiger Mailclient mit News- und RSS-Reader und Dragonfly gibt den Entwicklern die entsprechenden Werkzeuge in die Hand.

Welchen Browser nehmen?

Die Nutzung eines Browsers ist eine sehr individuelle Angelegenheit, sodass ein Firfox oder Chrome bei fast jedem Anwender anders aussieht – eine Gestaltungsmöglichkeit, die dem MS IE gänzlich abgeht und ihn viel Beliebtheit gekostet hat. Jedoch ist die Individualisierung nicht unbedingt das Wichtigste eines Browsers. In erster Linie erwartet der Anwender eine flotte Performance, die im Hintergrund auch viel Sicherheit zu bieten hat. Die beiden letzten Gründe veranlassen die Entwickler in immer kürzeren Abständen neuere Version u veröffentlich, um konkurrenzfähig zu bleiben. Spezielle Webseiten führen regelmäßige Wettbewerbe (Benchmarks) der Browser durch, die den Stand der Dinge anzeigen sollen. Es ist offensichtlich, dass keiner der Browser wirklich schlecht abschneidet und es unterm Strich den Gewohnheiten und dem eigenen Geschmack überlassen bleibt, ob man nun Opera oder Chrome, wenn nicht sogar den IE10 nutzt.