Quelle: http://futuremark.com/peacekeeper/

Microsoft hatte immer angenommen, den Browserkrieg für sich entscheiden zu können und hatte auch mit unlauteren Mittel um die Vorherrschaft gekämpft. Selbst die neueste Version des Internet Explorers, der IE8 kann selbst eingefleischte Microsoft-User nicht wirklich überzeugen. Halbherzig blickten die Entwickler auf die Firefox-Addons und versuchten einige wenige in Microsofts Browser zu integrieren. Diese dienen jedoch nur dem Bedienungskomfort und bremsen die Geschwindigkeit. Inzwischen hat auch Microsoft mit dem IE9 geschafft, den ganzen Ballast abzuwerfen und deutlich schneller zu werden.
Nimmt man die Mittelwerte mit einem Intel Core 2 Duo E8400 Prozessor, die mit Futuremarks Benchmark Peacekeeper ermittelt wurden, sieht es für Microsofts Internet Explorer bitter aus.

Quelle: http://futuremark.com/peacekeeper

Mit knapp 1.000 Punkten bildet der IE8 beinahe das Schlusslicht, welches definitiv vom IE7 mit 785 Punkten noch unterboten wird. Mehr als doppelt so schnell zeigt sich die stabile Version 10.10 von Opera mit 2.244 Punkten – die eigene Leistung wird jedoch durch die neue Version 10.51 dermaßen überboten, dass diesem Browser die Performance-Krone gebührt. Mit sagenhaften 13.011 Punkten lässt der Browser alles hinter sich, was momentan zu Verfügung steht. Selbst der eigentlich Spitzenreiter Google Chrome 4.0.302, der sich mit 5.438 Punkten deutlich absetzen konnte, sieht da schon lahm aus. Wer Apples Safari 4.0 nutz befindet sich ebenfalls auf der flotten Seite und kann für seinen Lieblingsbrowser 4.340 Punkte verbuchen. Und wo platziert sich der beliebteste Browser, der Firefox? In der neuen Version 3.6.2 konnte ein rund 35 prozentiger Geschwindigkeitsschub gegenüber der Version 3.5 verbucht werden. Mit 3.380 Punkten ist er immer noch deutlich flotter als der Erzrivale IE8 und hat einiges an Komfort zu bieten.
Kein anderer Browser kann über derart viele Addons verfügen wie der Firefox und ermöglicht eine Individualisierung des Browser, wie es sie noch nie gab. Jedoch eines sollte man sich vor Augen halten: Je mehr davon, desto behäbiger wird der Firefox.

Update

Zwischenzeitlich hat sich viel im Browserbereich getan und der inzwischen etwas lahmende Firefox steigt in Version 4.0 wie Phönix aus der Asche und zeigt seine enorme Performance aufs Neue. Optisch unterscheiden sich FF, IE und Chrome kaum noch voneinander, da alle die die TAB-Technik in den Vordergrund rücken. Einen ausführlichen Test kann bei den Kollegen von Cnet.com (english) oder der Computer Bild nachlesen.