Ultrawide-Monitore: Mehr Bildfläche für Entertainment und Produktivität

Wie werden 21:9-Monitore getestet?

Das 21:9-Format hat sich innerhalb kurzer Zeit bereits fest etabliert und fristet kein Nischendasein mehr. Während anfangs nur LG mit dem breiten Bildseitenverhältnis experimentierte, bringen nun auch andere Hersteller wie Dell und Samsung regelmäßig neue Ultrawide-Monitore auf den Markt. Daher bieten sich in den Testredaktionen Vergleichstests an.

In den Ultrawide-Tests von Magazinen wie com! Professional oder PC Games Hardware fällt auf, dass die Tester im Wesentlichen dieselben Wertungskriterien wie bei herkömmlichen 16:9-Monitoren anwenden.

Entscheidend für das abschließende Urteil ist stets die Bildqualität. Sie beansprucht den Löwenanteil der Aufmerksamkeit der Tester. Ein guter Ultrawide-Monitor muss ein gleichmäßig ausgeleuchtetes, kontrastreiches und farbechtes Bild liefern. Aufgrund der größeren Bildfläche ist insbesondere die Bildhomogenität stets eine Herausforderung, die die meisten Hersteller durch die Nutzung der IPS-Technik meistern.

Aufgrund ihrer im Mittel größeren Bilddiagonale gegenüber den 16:9-Monitoren ist die Stabilität des Standfußes besonders wichtig. Vollständige ergonomische Verstellmöglichkeiten sind hingegen kein Muss. Eine Höhenverstellbarkeit und ein variabler Neigungswinkel werden aber von den Testern erwartet.

Da viele Ultrawide-Monitore sich inzwischen auch an PC-Spieler richten, nimmt die Bedeutung der Reaktionsgeschwindigkeit und Bildwiederholrate in den Tests entsprechend zu.

Lässt sich das Format auch mit älterer Software nutzen?

Ultrawide-Monitore sind erst 2014 im Massenmarkt angekommen, weshalb ältere Software vor allem mit 16:9-Monitoren im Hinterkopf designt worden ist. Nicht immer passt sich die Benutzeroberfläche optimal an die großzügigeren Platzverhältnisse in der Horizontalen an. Hier empfiehlt es sich, die Programmfenster im 16:9-Format zu belassen und den restlichen verfügbaren Platz für andere Anwendungen wie den Internetbrowser oder Notizsoftware zu nutzen.

Viele ältere Videospiele bieten keine native Unterstützung für Ultrawide-Auflösungen und beschränken sich auf das 16:9-Format. Hier können Tools wie Flawless Widescreen aushelfen. Neuere Titel ab ca. 2014 unterstützen hingegen durchgehend das 21:9-Format.

Welche Vorteile bringt mir ein gekrümmtes Display beim Ultrawide-Format?

Mit dem 21:9- oder 32:9-Format geht oft auch eine gekrümmte Bildfläche einher. Wer mittig vor so einem Gerät sitzt, sieht jeden Punkt der Bildfläche aus etwa derselben Entfernung. Dies sorgt im Vergleich zu Ultrawide-Monitoren mit planer Bildfläche für einen natürlichen und weniger verzerrten Bildeindruck. Im Gegensatz zu 16:9-Monitoren profitiert man bei Ultrawide-Modellen stark von der Curved-Bauweise.

Autor: Gregor L.