Monitore: Monitore: LED-Hintergrundbeleuchtung – lohnt sich der Aufpreis?

Seit etwa Ende 2010 tauchen verstärkt Displays im Handel auf, die LED-Leuchtdioden anstelle der bis dato verwendeten Kaltkathodenstrahlleuchten (CCFL) als Hintergrundbeleuchtung einsetzen. Die Geräte versprechen sowohl eine bessere Bildqualität als auch deutlich niedrigere Energiekosten, liegen im Anschaffungspreis jedoch über dem eines vergleichbaren CCFL-Monitors. Doch für wen lohnt sich die Investition wirklich? Denn je nach LED-Typ und -Bauart der Monitore ergeben sich nämlich Unterschiede.

In den günstigen LED-Monitoren kommen (Pseudo-)Weiße LEDs zum Einsatz, also blaue LEDs mit einer gelben Phoshorschicht. Sie sind weniger leuchtstark und lassen sich auch nicht so gut kalibrieren wie Monitore, die Weiß aus der Kombination von roten, grünen und blauen LEDs (RGB-LEDs) erzeugen. Wegen des technisch gesehen aufwendigeren Verfahrens sind RGB-LED-Monitore deutlich teurer. Sie bieten dafür ein „reineres“ Weiß, einen erheblich erweiterten Farbraum und sind gut kalibrierbar. Sie eigen sich daher optimal für den Einsatz im Profibereich, da sie in Sachen Farbumfang sehr gute Ergebnisse liefern.

Werden die LEDs außerdem (wie in den teureren Geräten) flächenfüllend direkt hinter dem LCD-Panel angeordnet (Direct-Type-Backlight), ist die Ausleuchtung des Bildschirms sehr homogen. Außerdem kann ein besserer Schwarzwert erzeugt werden und der Kontrastumfang ist sehr hoch. Allerdings sinkt der Energieverbrauch nur unmerklich im Vergleich zu einem CCFL-Gerät.

Beim Edge-Type-Verfahren hingegen befinden sich LED-Dioden nur am Rand, die Helligkeit wird mittels Lichtleiter über das Display verteilt. Sie verbrauchen häufig weniger Strom als ein vergleichbarer CCFL-Monitor des gleichen Bautyps und sind auch nicht wesentlich teurer. Die Helligkeitsverteilung und auch die Bildqualität kommt zwar an die Panels mit Direct-Type-Backlight nicht heran, liegt aber trotzdem über der von Geräten mit Leuchtstoffröhren. Edge-Type-Monitore lohnen sich demnach vor allem dann, wenn beim Monitorkauf der Energieverbrauch im Vordergrund steht. In puncto Bildqualität wiederum bieten sie einen etwas besseren Kontrast. Außerdem haben LEDs eine um ca. 40 Prozent höhere Lebensdauer als CCFL.

Ein genereller Vorteil der LED-Hintergrundbeleuchtung zeigt sich in der Gehäuseform. LEDs benötigen nämlich bau- und technikbedingt weniger Platz als CCFL-Röhren und erlauben daher die Konstruktion dünnerer Gehäuse – ein Grund, weswegen einige Hersteller im Notebookbereich seit längerem auf die LED-Beleuchtung setzen. Steht wiederum die Anschaffung eines Bildschirms ins Haus, der zum Beispiel intensiv für Office-Anwendungen genutzt werden soll, sind LED-Modelle ebenfalls die bessere Wahl. Speziell bei länger dauernden Sitzungen vor dem Bildschirm belasten nämlich LEDs die Augen merklich weniger als CCFL-Monitiore.

Autor: Wolfgang