Curved-Monitore: Eindrucksvolles Eintauchen ins Geschehen – und schonend für die Augen

Ein großer Curved-Monitor mit gekrümmtem Display von LG. Hersteller setzen gerne auf eine Kombination aus Krümmung und Ultrawide-Format, wie bei dem LG 34UC88-B. Dadurch taucht man tiefer in das Spielgeschehen ein und das Arbeiten ist angenehmer für die Augen. (Bildquelle: amazon.de)

Wie bewerten Testmagazine Curved-Monitore in ihren Testberichten?

Besitzt ein Monitor ein gekrümmtes Display, bezeichnet ihn die Fachpresse als Curved. Das führt jedoch zu keinem Unterschied hinsichtlich der Bewertung. Curved-Monitore werden genauso beäugt wie herkömmliche. Dabei sind den Testern meist zwei Dinge am wichtigsten: Bilddarstellung und Performanz. Allen voran muss die Pixeldichte, also das Verhältnis zwischen Auflösung und Bildgröße, ausreichend hoch sein. Solange die Displaydiagonale nicht größer als 27 Zoll ist, kann man Full HD als „gerade noch ausreichend“ bezeichnen. Je höher die Auflösung wird, desto schärfer ist auch das dargestellte Bild – was bei Testern zu entsprechend besseren Noten führt.

Zum Bildeindruck tragen Farbdarstellung und Kontraste einen erheblichen Teil bei. Gekrümmte Monitore haben hier den Vorteil, dass die Wölbung an die natürliche Krümmung des Auges angepasst ist. Dadurch ist der Abstand zwischen Auge und Monitor an den Bildrändern der selbe wie zwischen Auge und Bildmitte. So wirken Inhalte perspektivisch realistischer, weil ein Eindruck von Tiefe entsteht. Auf weitere Merkmale eines Monitors hat die Display-Krümmung keinen Einfluss. Die Leuchtkraft des Displays, der Stromverbrauch, die Anschlussvielfalt sowie die Schnelligkeit des Panels sind unabhängig von der Form des Bildschirms.

Welche Vorteile bringt mir ein Curved-Monitor beim Gaming?

In Büros oder im Homeoffice sind gekrümmte Bildschirme selten anzutreffen – dafür setzen immer mehr Gaming-Modelle namhafter Hersteller auf teilweise große Krümmungen. Dadurch soll die Immersion, also das Verbinden der körperlichen Sinne mit dem Medium, verstärkt werden. In der Tat wirkt es, als tauche man tiefer in das Spielgeschehen ein – das Erlebnis ist realistischer. Da verwundert es nicht, dass viele Gaming-Monitore diesen Effekt durch das 21:9-Format (Ultrawide) zusätzlich verstärken wollen. Denn ein breiteres Sichtfeld wirkt ebenso immersiv.

Was muss ich bei einem gekrümmten Bildschirm beachten?

Da die Krümmung für die frontale Sicht konzipiert ist, muss man zwangsläufig direkt vor dem Monitor sitzen. Sobald man seitlich auf das Bild blickt, verschwindet der durch Curved angestrebte Immersionseffekt. Zudem empfiehlt es sich, einen bestimmten Sitzabstand zum Gerät einzuhalten, der je nach Display-Größe variieren kann. Ein Nachteil der Krümmung besteht zudem darin, dass jene Bildschirme keine Pivot-Funktion besitzen: Das Hochkantdrehen hat an dieser Stelle keinen Sinn, denn die Krümmung ist physikalisch auf die horizontale Nutzung ausgelegt.

Autor: Julian