Monitore: Zehn 22-Zöller im Vergleich - bestes Leistungsverhältnis zwischen Preis und Zoll-Größe

22-zoller-im-testAktuell bieten 22-Zöller das beste Leistungsverhältnis zwischen Bildschirmdiagonale und Preis – kein Wunder also, das sie so beliebt bei den Verbrauchern sind. Die Zeitschrift „PC Games Hardware“ (PCGH) hat aus diesem Grund zehn aktuellen Modellen ausführlich auf den Zahn gefühlt. Eine Empfehlung als Testsieger verdiente sich dabei der Eizo FlexScan S2242W, der sich jedoch für Spieler weniger eignet. Für diese Klientel kommt laut PCGH eher der LG Flatron W2261VP in Frage. Außerdem zeichneten sich im Test noch der Samsung SyncMaster 2233BW als Kandidat für Schnäppchenjäger und der Asus VH222H als Stromsparer aus.

Mehr als 140 Euro muss man mitunter derzeit für einen 22-Zöller nicht unbedingt ausgegeben. Die Preise sind seit einigen Monaten rapide in den Keller gefallen, weswegen sich die Zollgröße als neue Referenz auf dem Monitormarkt etabliert hat – zumindest bei den Verbrauchern.

Doch die Referenz in puncto Qualität stellte im Test der Eizo FlexScan S2241W dar, der mit einem hochwertigen Panel ausgestattet ist und daher das Preisgefüge unter den 22-Zöllern eindeutig sprengt – der Monitor kostet zwischen 550 und 680 Euro. Dafür bietet der Eizo aber auch dank S-PVA-Panel einen hohen Blickwinkel sowie eine Full-HD-Auflösung, mir der er zwischen 11 und 31 Prozent mehr Pixel darstellt als die anderen Testkandidaten. Er ist zudem ergonomisch versiert (höhenverstellbar, drehbar, neigbar). Sein Manko ist der hohe Energiebedarf, und auch die Reaktionszeit (20 Millisekunden) sowie der Inputlag (19 Millisekunden) sind nicht optimal, wenn auch „akzeptabel“ (PCGH).

Im Spieletest schlug sich der Eizo zwar gut, doch PCGH empfiehlt Gamern eher den Griff zum LG Flatron W2216VP. Der Monitor stach unter den Testkandidaten mit einer Reaktionszeit von 16 Millisekunden und einem geringen Inputlag von 15 Millisekunden heraus. Schlieren sowie Corona-Bildungen traten so gut wie nie auf. Schwächer ist aufgrund des TN-Panels natürlich der Blickwinkel des Flatron, dafür trumpfte er mit hohen Werten bei Leuchtdichte und Kontrast auf. Die größte Schwäche des Monitors ist aber die Helligkeitsverteilung, die zum Rand hin um bis zu 22 Prozent abfällt. Top dagegen wieder der Preis: Der W2216VP ist für rund 160 bis 170 Euro zu haben.

Etwas günstiger kommt sogar noch der Samsung SyncMaster 2233BW, der sich in der Rangliste von PCGH bis auf den dritten Platz vorarbeiten konnte. Der klassische 22-Zöller (1.680 x 1080 Pixel, 16:10-Seitenverhältnis) erzielte einen hohen Kontrast und eine sehr niedrigen Inputlag (8 Millisekunden), reagierte aber etwas langsamer (25 Millisekunden) und ist daher laut PCGH nicht das optimale LC-Display für Spieler, da aufmerksame User durchaus die leichten Schlieren bemerken werden. An Pluspunkten verzeichnet PCGH jedoch die gute Helligkeitsverteilung und die ebenfalls gute Interpolation.

Für Energiesparfüchse wiederum empfiehlt sich der Asus VH222H, der den Test als Zweitplatzierter abschnitt. Auch er reagiert relativ träge (24 Millisekunden) und ist daher laut Testbericht für Spieler nur eingeschränkt empfehlenswert – doch dank seiner 35 Watt Stromaufnahme bei 100 Prozent Helligkeit und nur 4 Watt im Standby-Modus verdiente er sich im Testumfeld die Auszeichnung als Energiesparer.

PCGH hat außer diesen vier Modellen noch 22-Zöller von Iiyama, BenQ, Philips, Hyundai, NEC und Acer getestet. Details über deren Abschneiden erhalten Sie aus dem in der Ausgabe 10/2009 abgedruckten Testbericht oder aus den Testfazits auf Testberichte.de.

Autor: Wolfgang