Monitore: Sechs 24-Zöller für Gamerfreuden im Vergleich

24-zoller24-Zoll-Monitore erobern langsam aber sicher die Herzen der Gamer. Die Zeitschrift „SFT“ hat sich sechs potentielle Kandidaten für einen Spielgenuss auf 61 Zentimetern Bilddiagonale näher angesehen und miteinander verglichen. Testsieger wurde der Flatron W2453TW von LG Electronics, den das Magazin sowohl Gamern als auch Videofans empfiehlt. Wer sich hingegen primär mit Shootern vergnügt, sollte laut Testbericht eher zum BenQ M2400HD greifen. Als „Geheimtipp“ für Spieler jeder Couleur wiederum beurteilt „SFT“ den Asus W246H.

Einer schnelle Reaktionszeit, ein möglichst geringer Inputlag (Signallaufzeit bis zur Anzeige des Bildes) sowie die Fähigkeit zur Interpolation geringerer Auflösungen – die Anforderungen an einen Gamer-Monitor unterscheiden sich deutlich von denen, die etwa ein Büromonitor erfüllen sollte. Im Test wurden alle Geräte auf diese Kriterien hin geprüft – und nicht jeder schaffte die Hürde.

Die besten Werte für Reaktionszeit und Inputlag konnte „SFT“ beim BenQ M2400HD sowie beim Asus W246H messen. Der BenQ benötigte nur 15 Millisekunden Reaktions- und Signallaufzeit, was ihn für schnelle Shooter geradezu prädestiniert. Außerdem präsentierte sich der 24 Zöller mit sehr guten bis guten Werten für Kontrast und Helligkeit (letztere liegt bei maximal 320 cd/m²). Wer über die gelegentlichen Corona-Effekte (Farbsäume) hinwegsehen kann, erhält für rund 240 Euro ein gutes Gamer-Panel. Die Messwerte des Ausus W246H W246H lagen in etwa auf demselben Niveau (16/14 Millisekunden), dafür war die Helligkeit nicht so hoch (maximal 240 cd/m²), und auch Ausleuchtung und Kontrast waren schlechter. Die niedrige Reaktionszeit und das gänzliche Fehlen von Corona-Effekten in Kombination mit einem guten Blickwinkel veranlassten die Testredakteure jedoch dazu, unter den sechs Testkandidaten den Asus zum „Geheimtipp“ für Profispieler zu ernennen.

Über den Testsieg wiederum darf sich der Flatron W2453TW von LG Electronics freuen. Er biete einen sehr hohen Kontrast und eine hohe Leuchtdichte, überraschte mit einer guten Farbechtheit und ist auch schnell genug für Spieler (Reaktionszeit: 16 Millisekunden). Der 16:9-Monitor mit Full-HD-Auflösung stellt für die Signalzuspielung neben DVI auch eine HDMI-Schnittstelle bereit und eigne sich daher auch gut für Videofans.

Nicht geschafft hat den Eignungstest für Spieler der NEC MultiSync LCD 2490WUXi². Sein IPS-Panels lieferte zwar in Sachen Blickwinkelstabilität erwartungsgemäß eine sehr gute Performance. Außerdem kann der Monitor ergonomische optimal justiert werden. Mit 27 Millisekunden Reaktionszeit und einem Inputlag von 24 Millisekunden ist er jedoch kaum für Spiele geeignet, dafür aber ein sehr gutes LC-Display für Text- und vor allem Bildbearbeitung. Mit kleineren Einschränkungen (unter anderem der hohe Preis) garantiert auch der Eizo Flexscan S2402W einen relativ sorglosen Spielgenuss. Dasselbe gilt auch für den Samsung SyncMaster T240, der zwar die schnellste Signallaufzeit des Testumfeldes bot (10 Millisekunden), mit 26 Millisekunden allerdings etwas langsam reagiert – auch wenn dies in der Praxis nicht auffalle, wie „SFT“ versichert.

Den kompletten Testbericht mit allen Details finden Sie in der Ausgabe 09/2009 der „SFT“, zu den Testfazits der Zeitschrift wiederum führt Sie mit einem Klick dieser Link.

Autor: Wolfgang