Monitore: Modelle zur Bild- und Videobearbeitung aus drei Preisklassen im Vergleich

monitoreDer Preisrahmen für einen guten Monitor für die Bildbearbeitung reicht von rund 300 bis fast 3.000 Euro. Die Zeitschrift „PC Praxis“ hat sich unter den aktuellen Angeboten einmal etwas näher umgesehen und insgesamt 13 Monitore auf den Prüfstand geschickt. In der Preisklasse bis 400 Euro, die sich an Hobbyfotografen mit einem schmaleren Budget richtet, wurde der Asus VW246h Testsieger, gefolgt vom HP w2448hc. Wer bereit ist, bis zu 1.000 Euro auszugeben, kann sich fast bedenkenlos zwischen dem NEC MultiSync LCD 2490WUXI² und dem Fujitsu-Siemens ScenicView P24W-5 Eco entscheiden. Und unter den Profigeräten der höchsten Preisklasse teilen sich der HP LP2480zx und der LG W2420R den Testsieg.

Natürlich ist es eine reine Frage des Anspruchs, ob man bereit ist, sich für die Bildbearbeitung einen Highend-Monitor zuzulegen, dessen Preis ins Vierstellige geht. Dass die teuren Profigeräte einen größeren Farbraum darstellen, exakt kalibrierbar und auch einstellbar sind, versteht sich fast von selbst. Doch auch in den unteren Preisklassen, so „PC Praxis, finden Hobbyfotografen Geräte, die sich sinnvoll für die Fotobearbeitung einsetzen lassen. Nur wer mit Fotos und Grafiken auch Geld verdienen will, sollte die Mehrausgaben nicht scheuen.

Erfreulich: Keiner der günstigen Monitore bis etwa 400 Euro bot eine böse Überraschung. Die Bildqualität sei durchweg ordentlich und die Monitore passabel einstellbar. Generell können die Bildschirme zwar nicht mit der gleichmäßigen Ausleuchtung der Profigeräte mithalten. Die Schwankungen seien jedoch „tolerierbar“. Unter den sieben Monitoren schnitt der Asus VW246h am besten ab. Er überzeugte, so der Testbericht, mit einer „recht neutralen Darstellung“, die außerdem solide anpassbar sei. Ein weiterer Vorteil des Gerätes ist seine Spiele- und Spielfilmtauglichkeit, weswegen er nicht allein für die Fotobearbeitung eingesetzt werden kann. Für Foto- und Videobearbeitung gleichermaßen empfiehlt sich wiederum der HP w2448hc. Allerdings besitzt der HP ein so genanntes Glossy-Display, das zwar „satte“ Farben liefert, aber auch zum Spiegeln neigt. Wer die Fotos auch an anderen Bildschirmen betrachten will, muss sich einiger Feinarbeiten bedienen, damit die Darstellung nicht „absäuft“.

Auffällig wiederum, so „PC Praxis“, ist der Schwund an Monitoren in der Preisklasse zwischen etwa 800 und 1.000 Euro. Der Wertschätzung eines PVA- oder eines IPS-Panels, so vermutet die Zeitschrift, geht angesichts der wahren Flut an Monitoren in den unteren Preisklassen leider zurück. Im Test füllten deshalb nur zwei Geräte die Preisklasse bis 1.000 Euro auf. In Sachen Qualität schenken sich der NEC MultiSync LCD 2490WUXI² und der Fujitsu-Siemens ScenicView P24W-5 Eco nicht viel, weswegen „PC Praxis“ beide gleich (gut!) bewertet. Lediglich bei der Kontrastwiedergabe zeigte der NEC leichte Schwächen, und auch die Gleichmäßigkeit der Hintergrundbeleuchtung könnte noch einen Tick besser sein – kurzum: Der Fujitsu-Siemens hatte die Nase ein klein wenig vor dem NEC, der jedoch wahrlich kein Fehlkauf sei.

Dass die Profigeräte ebenfalls kaum Schwächen zeigten, war zu erwarten gewesen. Kritik an ihnen, so „PC Praxis“, sei Klagen auf höchstem Niveau. Die farbtreue Bildwiedergabe beherrschen alle vier Geräte „exzellent“. Trotzdem stellten die Tester ein paar kaufrelevante Unterschiede fest. Dank einer breiten Anschlusspalette ist der HP LP2480zx das ideale Gerät für Foto- und Videobearbeitung. Er ist deshalb aber auch der einzige der vier Testkandidaten, der in einem bestimmten Rahmen für Spiele und Filme geeignet ist. Außerdem bietet der HP zusammen mit dem LG W2420R den umfangreichsten Farbraum und eine „extrem“ ausgewogene und gleichmäßige Helligkeitsverteilung. Da die Farbkontrolle beim HP etwas komplizierter ist, bietet sich der LG, der außerdem in einem Komplettpaket mit Lichtschutzhaube und Colorimeter angeboten wird, für Fotografen an, die im Begriff sind, sich gerade ein Profiequipment aufzubauen.

Autor: Wolfgang